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Viele Fragezeichen hinter dem Hort

Hagen. Hortbetreuung bis 17 Uhr für Kinder von 6 bis 14 Jahren? In der Samtgemeinde Hagen gibt es dieses Angebot nicht. In den Schulen in Hagen und Uthlede sowie in der Kita Bramstedt werden Schüler bis maximal 14 Uhr betreut. Sollte die Samtgemeinde einen Hort schaffen? Wie soll sie ihn finanzieren? Das war jetzt Thema einer Debatte im Sozialausschuss.

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Ab Sommer Domizil für den neuen Hort : In der ehemaligen Lehrküche der Grundschule Hagen sollen die 6- bis 14-Jährigen untergebracht werden.

Drei Möglichkeiten, eine Hortbetreuung anzubieten, stellte die Verwaltung in dem Fachausschuss der Samtgemeinde vor. Die erste Variante ist die Eröffnung einer Hortgruppe mit der Samtgemeinde als Träger, die dafür Fachkräfte einstellt. Zu teuer, hieß es von Seiten der CDU.

Als zweite Möglichkeit stellte Hauptamtsleiterin Sabine Mosebach-Bock das Modell „Großtagespflege“ vor. Es würde in Kooperation mit dem Landkreis verwirklicht und bedeuten, zwei qualifizierte Tagespflegekräfte – keine Erzieherinnen – einzustellen.

Eine solche Tagesmutter darf für bis zu fünf Kinder zuständig sein. Mit einer zweiten Kraft könnten gleichzeitig bis zu acht Kinder betreut werden. Die Gebühren würden die Eltern an den Kreis zahlen. Der Kreis würde 3,50 Euro pro Stunde und Kind an die Samtgemeinde zahlen, die den Raum stellt. Dieses Modell stieß bei allen Fraktionen auf Ablehnung.

Die dritte Möglichkeit: Die Samtgemeinde stellt lediglich einen Raum zur Verfügung. Die Nutzung als Hort würde Tagespflegekräften, die sich selbstständig gemacht haben, überlassen. Mit diesen Kräften müssten die Eltern dann selbst Betreuungsverträge abschließen. Die Gebühren würden die Eltern an den Kreis zahlen, der wiederum die Betreuungskräfte entlohnen würde.

Diese Variante wurde von der SPD abgelehnt. Den Ausschussmitgliedern erscheint ein solcher Betrieb zu unsicher vor allem für berufstätige Eltern, die auf eine zuverlässige Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind.

Oliver Eberhard von den Grünen forderte das Vorhalten eines vielfältigen Angebots. Dazu gehöre für ihn auch die Unterbringung in Familien. Dagmar Wild (SPD) erinnerte daran, dass ab August 2013 die Kommunen verpflichtet sind, ein Hortangebot vorzuhalten.

CDU/FDP-Mehrheitsgruppe wollte vor dem Hintergrund der finanziellen Not der Samtgemeinde nicht ein neues „Fass aufmachen“, denn bis 2013 sei die Hort-Unterhaltung für die Samtgemeinde noch eine freiwillige Aufgabe. So favorisiert sie, den Hort in die Regie des Landkreises zu übertragen. Sozialdemokraten, Grüne und Wählergemeinschaft favorisieren hingegen den klassischen Hortbetrieb mit der Samtgemeinde als Träger.

Jetzt liegt die Entscheidung beim Samtgemeindeausschuss und beim Samtgemeinderat, der am 16. März tagt. Fünf Anmeldungen für eine Hortbetreuung bis 17 Uhr liegen zum nächsten Schuljahr bereits vor, teilte die Verwaltung mit. (rk/us)

Artikel vom 10.03.10 - 06:00 Uhr
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