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Schule in großem Stil saniert

Spaden. Der Spadener Ortsrat stimmte grundsätzlich der geplanten Sanierung der Grundschule zu, nahm sich für eine abschließende Entscheidung aber noch etwas Zeit, um bei einer Ortsbesichtigung Bedenken gegen eine Erweiterung des Verwaltungsbereichs in die Aula hinein auszuräumen.

Er vertagte Änderung des Flächennutzungsplans und Bebauungsplans Scharpacker Weg und nahm eine Info der Verwaltung zur bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen Einschätzung einer baulichen Folgenutzung auf dem gemeindeeigenen Grundstück Marnkeweg 70 (Flakturm) ohne Festlegungen zur Kenntnis.

Die Sanierungsmaßnahmen an der 40 Jahre alten Grundschule erläuterte Architekt Arnd Cordes. Sie umfassen energetische Maßnahmen sowie Umgestaltungen und Erweiterungen im Verwaltungs- und Fachraumbereich. Die energetische Sanierung sieht nachträgliche Dämmmaßnahmen vor. So soll außen auf das Mauerwerk ein Wärmedämmungsverbundsystem mit zwölf Zentimeter starken Dämmplatten aufgebracht und hell verputzt werden. Bis zu einer Höhe von zwei Metern wird die Putzschicht durch Schlagschutzschicht verstärkt. Die hellen Putzflächen bekommen Farbtupfer zwischen den Fensterflächen.

Fenster und Außentüren werden gegen Fenster mit Dreifachverglasung ausgetauscht. Die Kellerdecke wird mit acht Zentimeter Steinwolle gedämmt, zur Dämmung der Dachfläche über der Aula wird eine 20 Zentimeter starke Schicht Mineralwolle eingebracht.

Zur Sanierung von Wasserschäden auf der Westseite des Hauptgebäudes sollen Innenwände verputzt, Heizkörpernischen ausgemauert, Fensterbänke, teilweise Estrich und Fußbodenbeläge sowie abgehängte Decken und Beleuchtung erneuert werden.

Im Zuge dieser Maßnahmen wird die Küche mit neuer Einrichtung ins Erdgeschoss verlegt. Dort entsteht auch ein Aufenthaltsraum vor allem für außerschulische Nutzung. Der bisherige Werkraum und ein Abstellraum werden im Obergeschoss neu eingerichtet.

Während der Ortsrat den Maßnahmen einstimmig folgte, stellte er sie zu einer geplanten Umgestaltung und Erweiterung im Verwaltungstrakt vorerst zurück. Gegen Erweiterung von Lehrerzimmer, Sekretariat, Toiletten- und Sanitärbereich nach innen gab es aus Sicht außerschulischer Nutzung Bedenken, weil dadurch in der Aula nutzbare Fläche verloren geht. Nach einer Ortsbesichtigung soll abschließend entschieden werden.

Die Sanierungsmaßnahmen sollen zu Beginn der Sommerferien anlaufen und im September abgeschlossen werden. Die Kosten für sie energetische Sanierung betragen fast 525 000 Euro. Aus dem „Investitionspakt“ gibt es dazu eine Zuwendung von fast 389 000 Euro. Die Kosten für die Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen sind mit 186 000 Euro veranschlagt. (ka)

Sanierung Grundschule

Zeitrahmen: von Beginn der Sommerferien bis zum September.

Kosten: für die energetische Sanierung fast 525 000 Euro bei einer Zuwendung von fast 389 000 Euro.

Artikel vom 12.03.10 - 06:00 Uhr
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