
Im zweiten Schritt sollen die Gebühren ein Jahr später von 3,30 auf 3,60 Euro pro Wochenstunde erhöht werden. Für die Samtgemeinde bedeutet das eine Mehreinnahme von zunächst rund 40 000 Euro, ein Jahr später sind es 80 000 Euro mehr in der Kasse.
Uneins waren sich die Fraktionen in der Frage, ab wann die Gebührenerhöhung gelten soll. Am Ende setzte sich die SPD/Grüne/Dieck-Gruppe durch mit ihrem Antrag, den Beschluss ab Januar 2011 wirksam werden zu lassen. Auch Samtgemeindebürgermeister Ulf Voigts sprach sich dafür aus.
Die CDU/FDP-Gruppe hatte dafür plädiert, den Abrechnungsmodus dem Kindergartenjahr anzupassen, um der Verwaltung Arbeit zu ersparen. Manfred Tönjes (CDU): „So müssen wir vier Mal Abrechnungsmitteilungen verschicken.“
„Wer sein Kind an fünf Tagen in der Woche für fünf Stunden täglich in einen Kindergarten bringt, zahlt monatlich bisher 75 Euro, künftig dann 82,50 Euro, und nach der zweiten Erhöhung 90 Euro“, erklärte Martin Bensen (SPD). Er sprach sich aus sozialen Gründen gegen die Gebührenerhöhung aus. Bensen würde die Erhöhung der Grundsteuer bevorzugen.
Mit der Höhe der Kita-Gebühren, die für die Spielkreise und Kindergärten sowie für die Krippen und Horte gelten, ist die Samtgemeinde Beverstedt im Kreisvergleich derzeit eine der günstigsten Kommunen. Vor zwei Jahren hatten die neun Mitgliedsgemeinden die Trägerschaft auf die Samtgemeinde Beverstedt übertragen und dabei die bestehenden Gebühren auf dem niedrigsten Niveau angepasst.
„Ich habe früher schon umgerechnet 75 Euro bezahlt, als meine Kinder noch in den Kindergarten gingen“, sagte Peter Ostermann (SPD) aus Lunestedt. „Außerdem haben sich die Qualität der Betreuung und die Vielfalt des Angebots in den vergangenen Jahren deutlich erhöht“, ergänzte Dr. Günter Ihmels. (jfw)

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