
Die Gemeinderatsmitglieder gaben jetzt grünes Licht für die Änderung der Bauleitplanung. Der Bebauungsplan Nr. 48 „Scharpacker Weg“, Ortschaft Spaden, besagt nun, dass die überbaubaren Flächen des Hofes erweitert und das eine zweigeschossige Bebauung erlaubt werden. Gebaut werden sollen dort Mehrfamilienhäuser mit einer Firsthöhe von höchstens 12,5 Metern.
Für das südliche Grundstück gibt es bereits einen Interessenten. Vorgesehen ist, ein barrierefreies Mehrfamilienhaus (das heißt, mit Fahrstuhl, ohne Schwellen und einer barrierefreien Gestaltung der Wohnungsgrundrisse) mit sechs Wohnungen zu bauen. Ausreichende Stellplätze können auf dem Grundstück, teils als Garage- oder Carportanlage sowie als Stellplätze, geschaffen werden. Für die restliche Hoffläche werden ebenfalls Mehrfamilienhäuser vorgeschlagen, die jedoch höchstens ein Vollgeschoss und bei maximal vier Wohnungen haben dürfen. Auch dabei muss der Stellplatz auf dem Baugrundstück nachgewiesen werden um die sehr schmale Straße möglichst von parkenden Autos zu befreien.
Den Planungen zugestimmt hatte bereits der Spadener Ortsrat, allerdings mit der Einschränkung, dass keine Garagen oder Carports gebaut und dass keine Hecken gepflanzt werden dürfen. Damit soll das Grundstück durchgängig bleiben. Damit konnte sich der Bau- und Planungsausschuss jedoch nicht so recht anfreunden. Zwar war man sich nach ausführlicher Diskussion einig darüber, keine „schuhkartonähnlichen“ Garagen zuzulassen, wohl aber eine Autounterstellmöglichkeit pro Wohneinheit. „Wer möchte im Winter schon gerne Eis kratzen, bevor er losfahren kann. Das gilt ganz besonders für Senioren und Familien, die ja mit den Neubauten angesprochen werden sollen“, lautete das Hauptargument. Erhalten bleiben soll möglichst auch die mehrere hundert Jahre alte Eiche, die mitten auf dem ehemaligen Bauernhof steht
Den Hofbesitzern fiel die Trennung nicht leicht. „Die Landwirtschaft hat sich einfach nicht mehr gelohnt und auch unser Sohn hat eine gute Arbeitsstelle, deshalb haben wir sie damals aufgegeben“, erzählen Karin und Nikolaus Vollers. Dass ihr Anwesen, das solange im Familienbesitz war, nun abgerissen wird, ruft bei ihnen gemischte Gefühle hervor. „Aber die Zeit geht eben weiter und auch die Unterhaltung von leerstehenden Gebäuden kostet Geld. Außerdem werden wir ja auch immer älter. Trotzdem – einfach war die Entscheidung nicht“, sagt der Hofbesitzer. (br)

|
Alle wichtigen Infos zu den Fischtown Pinguins finden Sie in unserem REV-Spezial. |
![]() |
|