Mit der Losung „Alles, was Atem hat, lobet Gott“ hatten gläubige Frauen aus Kamerun Texte und Gebete des diesjährigen Gottesdienstes vorgegeben. Insgesamt 21 Mädchen und Frauen im Alter von 13 bis 86 Jahren aus Neuenwalde und Debstedt, sowie Pastorengattin Marianne Hinrichsen-Mohr, lasen abwechselnd aus dem vorgegeben Manuskript vor. Zwischendurch wurde gesungen und Gitarre gespielt.
Die Worte der Kameruner Frauen waren voll Lebensfreude und Glauben. Wenn man bedenkt, das rund 40 Prozent der Bevölkerung Kameruns unterhalb der Armutsgrenze leben und gerade die Frauen einen schweren Stand in ihrem Land haben, ist dies nicht selbstverständlich.
„Bei uns in Kamerun wissen sich auch die Menschen, die verwaist, behindert, verwitwet oder von HIV/Aids betroffen sind, von Gott begleitet ‚im Tal der Todesschatten‘“, hieß es da. Und „Wir loben den Allmächtigen allein schon für das Geschenk des Lebens“. Mit viel Gefühl und Nachdruck gelang es den Frauen der Neuenwalder und Debstedter Kirchengemeinde, diese Worte von weit her den vornehmlich weiblichen Besuchern nahe zu bringen.
Die Litanei des Lobpreisens enthielt auch einige Worte, die sich speziell mit dem Leben der Frauen in dem afrikanischem Land beschäftigten. Sehr ergreifend waren die Zeilen „In Kamerun hört man nicht auf die Stimmen der Frauen. Aber Gott hört ihnen zu, selbst wenn sie nur flüstern und seufzen.“ Am vergangenem Freitag, am Weltgebetstag der Frauen aller Konfessionen, hörte den Kameruner Frauen die ganze Welt zu, bei weltumfassenden Gottesdiensten.
Im Anschluss des Gottesdienstes wartete eine reich gedeckte Kaffeetafel auf die Besucher. Frauen des Kirchenkreises hatten Kuchen fleißig gebacken und den Gemeindesaal festlich hergerichtet. Noch lange wurde in geselliger Runde über das Gehörte geredet. (ire)

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