Sogar zu Abmeldungen ist es gekommen. Zwar können durch die Erhöhung von 4,5 Prozent einige Finanzlöcher gestopft werden, doch gibt es nach wie vor Ungerechtigkeiten bei den Beiträgen. Diese sollten, geht es nach Musikschulleiter Peter Sasse, schnellstens ausgeräumt werden. 40 000 Euro hat der Finanzausschuss einst als Zuschuss beschlossen. Diese lassen sich nicht mehr halten, inzwischen liegt der Zuschussbedarf bei 60 000 Euro.
Ein Konzept, das Sasse 2009 vorgelegt hat, hätte Mehreinnahmen von 8500 Euro eingespielt, dieses wurde aber mit nicht komplett umgesetzt. Mit der Änderung zum Jahresbeginn wurden die Gebühren bei 45 Minuten Unterricht für die Dreier-Gruppen auf 34,92 Euro gesenkt, und die Zweier-Gruppen auf 48,80 Euro erhöht. Einzelunterricht kostet für 30 Minuten 48,90 Euro. Jetzt wünschen die Eltern mehr Dreier-Gruppen, die aber nicht bei jedem Instrument zu realisieren sind. Hierfür gibt es organisatorische und personelle Gründe.
„Wenn sie aber nicht die Möglichkeit einer Dreier-Gruppe sehen, melden Eltern ihre Kinder nicht mehr an“, sagt Sasse. Die pauschale Erhöhung hat die Ungerechtigkeiten nicht beseitigt.
Damit es jetzt zu einer größeren Gebührengerechtigkeit kommt, soll es 2011 eine erneute Änderung nach dem Konzept von Sasse geben. Der Vorschlag, die Gebühren für die Gruppen stärker zu differenzieren und durch eine erneute Änderung zu 2011 die Gemeindekasse zu entlasten, wurde nur von den Grünen nicht mitgetragen. (ssw)

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