
Die Einwohner von Bexhövede sind froh, dass es den Schlaglöchern endlich an den Kragen geht. Im Kalteinbauverfahren füllen Siegert und sein Team die Löcher mit einem Asphalt-Mineralgemisch auf, und auch auf die restliche Fahrbahn kommt eine dünne neue Schicht.
Alle Komponenten, die dafür benötigt werden, befinden sich in der Maschine, die aussieht wie ein großer Lastwagen, und werden auch dort gemischt. „Wasser, Mineralschotter, Bitumenemulsion, Zement, und noch einige andere Zutaten sind das“, verrät der Bauleiter. In flüssiger Form läuft das Gemisch hinten in ein Einbaugerät, auf dem Siegert und ein Kollege stehen und aufpassen, dass die Schicht auf der Straße die richtige Dicke hat, und dass keine Hubbel und Wellen entstehen. Gewalzt wird die neue Fahrbahn bei diesem Verfahren in Gegensatz zum Heißeinbau nicht. „Das Gemisch ist schnell fest und glatt, walzen ist da überflüssig“, weiß der Fachmann. Auf die erste Schicht, die eine Körnung von 0,8 Millimeter hat, kommt eine weitere mit einer Körnung von 0,5 Millimetern. „Die hat einen geringeren Rollwiderstand und entwickelt weniger Geräusche, wenn die Autos drüber fahren“, sagt Siegert.
Heute oder morgen wollen sie in Bexhövede fertig sein, dann geht es weiter nach Sellstedt. Allerdings immer vorausgesetzt, dass es nicht regnet. „Wenn die Straße nass ist, verbindet sich das Gemisch nicht mit der alten Fahrbahn, und wir müssen aufhören zu arbeiten“, erklärt der Baustellenchef.
Dass die Kalteinbauschicht lange hält, bestätigt auch der Leiter der Landesstraßenmeisterei in Hagen, Karl-Heinz Kleen. „Wir haben Strecken, da liegt das tatsächlich schon über zehn Jahre, allerdings ist die Haltbarkeit auch immer von der Belastung abhängig“, machte er deutlich. „Das ist eine gute Möglichkeit, die Zeit zu überbrücken, bis eine endgültige Sanierung der entsprechenden Strecke erfolgt“, meinte er.

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