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Die Schlaglöcher sind morgen weg

Bexhövede. „Das hält die nächsten 20 Jahre.“ Peter Siegert, Baustellenleiter der Firma Timmer aus Elster in Sachsen-Anhalt, ist da guter Dinge. Zusammen mit Kollegen ist er dabei, die Schlaglöcher in der Landesstraße 143 in der Ortsdurchfahrt von Bexhövede zu beseitigen.

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Bauleiter Peter Siegert (rechts) und sein Kollege Roy Biermann (Mitte) achten auf der Einbaumaschine darauf, dass die neue Straßenschicht auf der L 143 in Bexhövede gleichmäßig wird. Foto br

Die Einwohner von Bexhövede sind froh, dass es den Schlaglöchern endlich an den Kragen geht. Im Kalteinbauverfahren füllen Siegert und sein Team die Löcher mit einem Asphalt-Mineralgemisch auf, und auch auf die restliche Fahrbahn kommt eine dünne neue Schicht.

Alle Komponenten, die dafür benötigt werden, befinden sich in der Maschine, die aussieht wie ein großer Lastwagen, und werden auch dort gemischt. „Wasser, Mineralschotter, Bitumenemulsion, Zement, und noch einige andere Zutaten sind das“, verrät der Bauleiter. In flüssiger Form läuft das Gemisch hinten in ein Einbaugerät, auf dem Siegert und ein Kollege stehen und aufpassen, dass die Schicht auf der Straße die richtige Dicke hat, und dass keine Hubbel und Wellen entstehen. Gewalzt wird die neue Fahrbahn bei diesem Verfahren in Gegensatz zum Heißeinbau nicht. „Das Gemisch ist schnell fest und glatt, walzen ist da überflüssig“, weiß der Fachmann. Auf die erste Schicht, die eine Körnung von 0,8 Millimeter hat, kommt eine weitere mit einer Körnung von 0,5 Millimetern. „Die hat einen geringeren Rollwiderstand und entwickelt weniger Geräusche, wenn die Autos drüber fahren“, sagt Siegert.

Heute oder morgen wollen sie in Bexhövede fertig sein, dann geht es weiter nach Sellstedt. Allerdings immer vorausgesetzt, dass es nicht regnet. „Wenn die Straße nass ist, verbindet sich das Gemisch nicht mit der alten Fahrbahn, und wir müssen aufhören zu arbeiten“, erklärt der Baustellenchef.

Dass die Kalteinbauschicht lange hält, bestätigt auch der Leiter der Landesstraßenmeisterei in Hagen, Karl-Heinz Kleen. „Wir haben Strecken, da liegt das tatsächlich schon über zehn Jahre, allerdings ist die Haltbarkeit auch immer von der Belastung abhängig“, machte er deutlich. „Das ist eine gute Möglichkeit, die Zeit zu überbrücken, bis eine endgültige Sanierung der entsprechenden Strecke erfolgt“, meinte er.

Komplettsanierung am besten

Warum dieses Verfahren nicht auch bei der Ortsdurchfahrt in Nesse angewandt wurde, begründete Kleen damit, dass der Zustand der Landesstraße in Bexhövede erheblich schlechter als in Nesse war. „Sollte die Straße in Nesse wieder aufbrechen, könnte ich mir vorstellen, dass wir auch dort im nächsten Jahr einen Kalteinbau vornehmen. Aber das müssen wir abwarten. Am besten wäre ohnehin eine Komplettsanierung, sowohl in Nesse als auch in Bexhövede und Sellstedt. Aber da fehlt einfach das Geld“, bedauert der Chef der Straßenbauer. In Bexhövede und Sellstedt darf nach Abschluss der Arbeiten wieder 50 Kilometer pro Stunde gefahren werden. In Nesse bleibt es bei Tempo 30. (br)


Artikel vom 03.09.10 - 16:00 Uhr
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