X Diesen Artikel versenden


Absender-E-Mail*
Empfänger-E-Mail*
Nachricht*

szmtag

Das Aus für den Schlachter

LUNESTEDT. Im Mai bekamen alle Lunestedter den wöchentlichen Flyer der Landschlachterei Wiecke mit dem Vermerk ins Haus. „Das Geschäft bleibt bis auf weiteres geöffnet“. Auch vergangenen Donnerstag wurde noch diese Information verteilt. Aber nun ist es vorbei damit – der Betrieb ist geschlossen.

bild vergrößern
Seit gestern ist die Landschlachterei Wiecke geschlossen. Inhaber Jürgen Böhme, der den Betrieb 2005 übernommen hatte, musste Insolvenz anmelden. Die Umsätze waren dramatisch gesunken. Foto agp

Die fünf Mitarbeiter, davon zwei Schlachter, sind jetzt arbeitslos. Seit 21. Mai dieses Jahres sei ein Konkursverwalter mit im Haus, erläuterte Inhaber Jürgen Böhme. „Wir haben seit etwa zwei Jahren einen großen Kundenrückgang und einen Umsatzrückgang von über 40 Prozent gehabt“, berichtet er. „Das konnten wir nicht mehr auffangen. Die Kosten der Betriebsführung sind einfach zu hoch.“

Zunächst sei von Seiten der Banken signalisiert worden, dass „sie ein Interesse haben“, so Böhme weiter, „den Laden fortbestehen zu lassen. Der Betrieb ist ja auch von der Hygiene her tipp-topp geführt“. Am letzten Donnerstag kam das endgültige Aus.

Als Böhme am 1. Juli 2005 die Schlachterei von Bernhard Wiecke übernahm, sei der Kauf mit Mitteln der KfW-Bank finanziert worden. Und die Rückversicherung der Banken über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sei jetzt nicht mehr gegeben gewesen. Jürgen Böhme erwartet, dass auch eine Weiterführung des Betriebes unter neuer Leitung nicht mit KfW-Mitteln finanziert werden würde. Es gibt im Augenblick auch keinen Nachfolger.

„Wir haben hier in jedem Jahr eine fünfstellige Summe draufgezahlt“, schildert der Betriebsinhaber, „wir hatten vor, einiges zu ändern, wir wollten ein komplett neues Konzept anfangen und zum Herbst vorstellen.“ Das habe sich nun erledigt.

Die Insolvenz sei auf Betreiben der Knappschaft und der Mini-Job-Zentrale entstanden, so Böhme. Bei der Mini-Job-Zentrale müssen die 400-Euro-Kräfte angemeldet und versichert werden. Da seien Zahlungen aufgelaufen, und Böhme habe „ein Loch mit dem anderen gestopft“.

Der Filialbetrieb in Hagen sei schon kurz nach Beginn des Insolvenzverfahrens geschlossen worden. Dort sei eine Ladentheke zu Bruch gegangen. Bei Reparaturkosten von 3000 bis 5000 Euro hätte das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht mehr gestimmt.

„Ich muss nun für mich einen persönlichen Weg finden, wie es weitergeht, ob ich jetzt irgendwo arbeiten gehe“, sagt Böhme.

Das „Junge Gemüse“, das auf dem Hof vor der Fleischerei mittwochs und sonnabends seinen Stand aufbaut, wird ab Sonnabend am Getränkemarkt Holst Obst und Gemüse anbieten. (agp)

Artikel vom 02.09.10 - 16:00 Uhr
| drucken | versenden


Bad Bederkesa entdecken

Tauchen Sie ein in die neue Panorama-Erlebniswelt.

www.badbederkesa-entdecken.de

Lehe, die Altstadt der Seestadt

Kapstadt calling

Plattdeutsche Serie

Kinoprogramm

nordholzdorumlangenbad bederkesaschiffdorfbremerhavenloxstedthagenbeverstedt

Veranstaltungen

ePaper

Lesen Sie hier die aktuelle Seite 1

Zeitung

Abo Service
Abonnement
Änderungen

ePaper

Login
Abonnement

Neue Kommentare

  1. Mit Raketen-Flieger nach Australien
    03.02. | 2 Kommentare
  2. Einkaufen nur bis 22 Uhr?
    03.02. | 9 Kommentare
  3. Käfigkämpfe in der Stadthalle
    03.02. | 8 Kommentare
  4. Macht Verdi Haase Angst?
    03.02. | 1 Kommentar
  5. Jedes zweite Kleinkind arm
    03.02. | 2 Kommentare

Fischtown Pinguins


Alle wichtigen Infos zu den Fischtown Pinguins finden Sie in unserem REV-Spezial.

Eisbären Bremerhaven


 Alle Informationen zu den Eisbären Bremerhaven finden Sie hier.

Tickets

Ticketshop
Sie suchen Karten für Konzerte, Musicals oder Sportevents?
Dann kommen Sie in unseren Ticketshop.

mehr
Anzeige