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Brandschutz-Tipps bei der Ofenheizung

CAPPEL-NEUFELD. Das Heizen mit festen Brennstoffen in häuslichen Feuerstätten wie beispielsweise Kachelöfen, Kaminöfen und Heizkaminen liegt seit einiger Zeit auch im Neubaubereich wieder verstärkt im Trend. Vorrangig werden diese Feuerstätten mit Holz beheizt. Die Feuerwehr Cappel-Neufeld gibt wertvolle Brandschutztipps zum Thema.

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Schornsteinfeger-Meisterin Julia Fritsch aus Lehrte bei Hannover schaut mit einem Besen in der Hand in einen Kamin. Foto dpa

Das Heizen mit Holz hinterlässt keine Schulden bei der Natur. Denn beim Verbrennen von Holz wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wie der Baum zu Lebzeiten aufgenommen hat. Des öfteren kommt es aber durch unsachgemäß betriebene Feuerstätten zu Schadensbränden im häuslichen Schornstein.

Die Freiwillige Feuerwehr weist deshalb auf wichtige vorbeugende Tipps zum richtigen Heizen mit Holz hin. Es dürfen nur raucharme Brennstoffe verheizt werden. Als raucharm gelten Steinkohlen und Steinkohlenbriketts, Braunkohlebriketts, Koks sowie trockenes und naturbelassenes Holz. Nicht zulässig ist das Verheizen von Holz, das mit Imprägnierungsmitteln behandelt ist.

Sollte Holz verbrannt werden, so gilt: Es darf nur trockenes Holz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von höchstens 20 Prozent verheizt werden. Das Brennholz sollte dazu an einer belüfteten, möglichst sonnigen Stelle regengeschützt aufgeschichtet werden und längere Zeit trocknen dürfen. Ideal ist hierfür die Südseite.

Unsinnig ist es, frisches Holz im Keller zu stapeln. Hier trocknet es wegen des geringen Luftaustauschs nicht. Wie viel Feuchtigkeit Holz enthält, hängt von der Trocknungsdauer und -art ab.

„Wird eine Feuerstätte mit abgelagertem Holz als Brennstoff dauerhaft beheizt, ist die Gefahr des Ausbruches eines Schornsteinbrandes nicht auszuschließen“, weiß Ortsbrandmeister Rainer Hoffmann zu berichten. „Ursächlich hierfür sind Rußablagerungen im Schornstein bei unvollständiger Verbrennung. Je feuchter das verbrannte Holz ist, desto größer ist dabei das Risiko von Rußablagerungen. Diese Ablagerungen können sich gegebenenfalls entzünden.“

Bei einem Schornsteinbrand entstehen Brenntemperaturen von bis zu 1200 Grad. An den Schornsteinaußenflächen können bei halbsteinigem Mauerwerk Temperaturen von 170 bis 240 Grad erreicht werden. Schornsteinbrände dürfen grundsätzlich nicht mit Wasser gelöscht werden“, erläutert Hoffmann weiter.

Alle richtigen Schritte zur gezielten Brandbekämpfung leitet im Brandfalle übrigens die alarmierte Freiwillige Feuerwehr ein. Wer feststellt, dass im Schornstein Feuer ausgebrochen ist, sollte sofort und unverzüglich Ihre Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren. Übrigens: Über alle weiteren Fragen rund um Schornsteine, Feuerstätten und richtiges Heizen beraten die Bezirks-Schornsteinfegermeister. (oos)

Artikel vom 08.02.10 - 06:00 Uhr
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