Die Sänger sind gleichzeitig eine Pop- und Jazzband mit Gitarre, Saxofon, Percussion und dreimaligem Gesang. Von Haus aus Jazz-Musiker, rücken sie den Berliner Schlager in den Vordergrund und spielen diesen als Jazz. Die musikalische Bandbreite der Musiker zeigte sich in „Basin‘ street blues“, einem Titel aus der Entstehungszeit des Jazz in New Orleans, dem die Moritat von Mackie Messer aus der Dreigroschenoper folgte. Marlene Dietrichs „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ intonierten sie in der „Comedian Harmonists“-Version.
Aimo Nyland, für die Percussion zuständig, beherrscht neben dem Gesang auch die Mundtrompete, also die Nachahmung des Instruments mit Stimme und Lippen. Genauso beeindruckend war, was er aus seiner „Kiste“ herausholte: Eine unglaubliche Klangvielfalt trommelte er auf seinem hölzernen Sitzmöbel. So schwärmte Zuhörer Hartmut Eckert: „Die Schlagzeugkiste habe ich so noch nie gehört, es war wirklich ganz ausgezeichnet. Handgemacht, ohne Verstärker, eine wunderbare Übereinstimmung der drei Musiker.“
Bandmitglied Daniel Kisters, der neben dem Gesang auch Klavier und Gitarre spielt, gab mehrere Soli zum Besten und überzeugte mit seinem selbst komponierten Lied „Swellow my bride“. Mit Witz und Charme klärte Werner Soranjo Lang, der sang und Saxofon spielte, die Zuhörer über Stilrichtungen und Liedursprung auf. Humorvolle szenische Darstellungen zu Liedern wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ machten den Auftritt zu einem unvergesslichen Erlebnis. (kkö)

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