
Seit 13 Jahren näht Alexandra Engl in ihrer Freizeit Teddybären. In der Kreativwerkstatt des Vereins Nestwerk bietet sie regelmäßig Kurse an, in denen die Teilnehmer eigene Teddys herstellen können. Ingeburg Krull besuchte einen Kursus – und hatte spontan die Idee, aus dem knuffigen Stoff mehr als „nur“ einen Teddy zu machen. Gemeinsam entwickelten die Hagener Geschäftsfrau und die Dekorateurin aus Albstedt den Prototyp des „Sleepy Bear“. Sie recherchierten, ob bereits jemand vor ihnen dieselbe Geschäftsidee hatte – doch zu ihrer Erleichterung gab es das Bärenkissen noch nicht. Damit war der Weg frei, für Modell und Logo Gebrauchsmusterschutz anzumelden. Nach Erledigung der Formalitäten ging „Sleepy Bear“ in Serie.
Acht bis zehn Stunden benötigt Hobbykünstlerin Alexandra Engl für die Herstellung eines Bären im Erwachsenenformat von 1,60 Metern. Damit Babys nicht auf den Rücken rollen, fungiert der kleine „Sleepy Bear“ in 50 Zentimetern Länge als kuschelige Stütze. Außerdem gibt es das originelle Seitenschläferkissen auch in 1,20 Metern Länge. „Sleepy Bear“ soll die Wirbelsäule entlasten und den Schnarchreflex unterbinden. Außerdem sollen Menschen mit Knieproblemen von dem langen Teddy profitieren.
„Jeder Bär ist ein Unikat“, betont die Teddy-Fachfrau und ergänzt: „Er ist erst fertig, wenn er mir richtig gut gefällt.“ Das Material ist hochwertig: Plüsch oder Mohair aus bester deutscher Qualität eines Lieferanten, bei dem auch das Unternehmen Steiff seine Stoffe bestellt.
Den Körper näht Alexandra Engl mit der Maschine, die Feinarbeit erfolgt per Hand. „Sleepy Bear“ hat ein ausdrucksvolles Gesicht und dicke Bärentatzen. Sein Rücken ist mit einem Klettband versehen, so dass das innenliegende Kissen herausnehmbar ist. Der Kopf des Bären ist abnehmbar. Besteht der Bär aus Plüsch, ist er auf 30 Grad waschbar, das Modell aus Mohair kann chemisch gereinigt werden.
Prospekt und Webseite liegen in der Hand von Mediengestalterin Alexandra Engl. Unternehmerin Ingeburg Krull ist für den geschäftlichen Part zuständig. Im Laufe der Zusammenarbeit hat sich durch die Geschäftsidee eine Freundschaft entwickelt. „Wir ergänzen uns prima“, sagt Alexandra Engl.
„Bisher gab es als Seitenschläferkissen nur diesen weißen, unattraktiven Schlauch“, sagt Ingeburg Krull. Jetzt tummeln sich die langen Bären in ihrem Hagener Geschäft „Papier & Co.“. Der Verkauf läuft gut, obwohl „Sleepy Bear“ erst seit einigen Wochen erhältlich ist. „Ein Kunde hat einen für sich gekauft und am nächsten Tag noch einen für seine Frau“, erzählt Inge Krull. Ein Bär wurde nach Kanada versendet, ein weiterer nach Berlin. Auf der Hagener Unternehmerinnen-Messe waren die beiden Frauen mit einem Stand und etwa 20 Teddybären dabei. (kkö)
Herstellung: Ingeburg Krull und Alexandra Engl

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