
Dass dieser Dienst Geld kostet, ist klar. „Wir sind überzeugt, dass hier wichtige ehrenamtliche Arbeit geleistet wird“, meint Marianne Döscher. Deshalb hat sie mit ihren Freundinnen einen Spendenscheck über 1300 Euro an die Leiterin des Hospizdienstes, Beate Engelberth, übergeben.
Wie kommen acht Damen an diese Summe? „Im Sommer haben wir begonnen, Deckchen zu häkeln oder Socken zu stricken. Und wir haben unsere Männer überredet, sich mit Holzarbeiten zu beteiligen.“ Die Männer kannten das allerdings schon, denn bereits seit einigen Jahren sind die Damen auf dem Köhlener Adventsbasar vertreten, um ihre individuellen Weihnachtsgeschenke zu verkaufen und anschließend den Erlös für einen guten Zweck zu spenden.
„Schon im dritten Jahr wurden wir nun schon bedacht“, freut sich Beate Engelberth, die Kirchenkreissozialarbeiterin. Und sie betont, dass der ambulante Hospizdienst ausschließlich auf Spenden angewiesen ist, denn einen Sponsor gäbe es nicht. „Lediglich die Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter wird aus Kollektenmitteln der Landeskirche unterstützt“, ergänzt sie.
Eine gründliche Vorbereitung auf den Umgang mit dem sterbenden Menschen und nicht zuletzt mit den Angehörigen sei geradezu unerlässlich. Deswegen erfolge die Ausbildung durch externe, erfahrene Dozenten an insgesamt sechs Wochenenden und zusätzlich gäbe es noch themenbezogen Abendveranstaltungen. Das koste viel Geld und die 240 Euro, die der Mitarbeiter für die Ausbildung zahlen müsse, könnten die Kosten nicht decken.
Unterrichtet werden Themen wie Umgang wie Sterbenden, Kommunikation mit dem Kranken und seinen Angehörigen, aber auch religiöse Aspekte beim Abschiednehmen.
Im Jahre 2010 hätten sich sieben Ehrenamtliche ausbilden lassen, im vergangenen Jahr seien es acht gewesen, zurzeit läuft ein Lehrgang mit abermals acht Teilnehmern. „Und alle Helfer sind bis heute dabeigeblieben“, lässt Engelberth wissen.
Wer kann sich an den Hospizdienst wenden? Unheilbar Kranke, die in der letzten Zeit ihres Lebens Begleitung wünschen, aber auch Angehörige und Freunde, Personen aus medizinischen, pflegerischen und seelsorgerischen Berufen sowie Menschen, die an ehrenamtlicher Hospizarbeit interessiert sind. (ens)
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