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„Wi snackt ’n beten Platt“


Schiffdorf. „Plattdeutsch ist nicht nur Akkordeon und Shantychor“, sagt Torben Otten von der Musikgruppe „De Fofftig Penns“. Zusammen mit seinen beiden Bandkollegen hat er das beim Schulkonzert in der Haupt- und Realschule in Schiffdorf mit plattdeutschem Hip-Hop-Gesang bewiesen. Von mareike ludwig


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„Platt is cool.“ Dieser Meinung ist die plattdeutsche Hip-Hop-Band „De Fofftig Penns“ . In der Haupt- und Realschule Schiffdorf ist die Bremer Musikgruppe vor 500 begeisterten Schülern aufgetreten. Foto eer

Die Begründer des plattdeutschen Hip-Hops touren momentan im Rahmen des Projekts „Platt is cool“ von den Landschaftsverbänden in Niedersachsen durch die Schulen. „Leider stirbt die plattdeutsche Sprache nach und nach aus. Durch diese Aktion wollen wir versuchen, die Kinder und Jugendlichen für diese Sprache zu begeistern“, erklärte Manfred Kück, Dezernent der Landesschulbehörde.

Zu Beginn des Schulkonzerts waren die rund 500 Schüler noch etwas zurückhaltend und müde. Erst bei Song vier ist die Haupt- und Realschule in Schiffdorf plötzlich „aufgewacht“. „De Fofftig Penns“ heizte dem Publikum dann immer weiter ein. Die Schüler sprangen von ihren Plätzen auf und klatschten rhythmisch im Takt mit. „Eine Schule ist keine Disco. Es ist schon etwas anderes vor einem so jungem Publikum zu spielen. Dass wir durch unsere Schulauftritte die plattdeutsche Sprache wieder bekannter machen, freut mich sehr“, sagt Sänger Malte Battelfeld.

Die Schüler und Lehrer waren vom Auftritt der Bremer Band begeistert. „Ich hoffe, dass wir den Kindern zeigen konnten, dass Plattdeutsch nicht nur eine altmodische Sprache ist. Es ist schade, dass nur noch so wenig Plattdeutsch gesprochen wird. Hip-Hop liegt in der heutigen Zeit bei der jüngeren Generation voll im Trend. Diese Musikrichtung mit der plattdeutschen Sprache zu kombinieren, finde ich eine tolle Idee“, sagte Schulleiterin Christa Frevert.

Das gesamte Publikum forderte unter Applaus eine Zugabe. „De Fofftig Penns“ erfüllte diesen Wunsch auch sehr gerne mit zusätzlichen Liedern. Nach dem einstündigem Konzert mussten die Plattdeutschkünstler für die zahlreichen Schüler fleißig Autogramme schreiben.

Von unterschiedlichen Elektro- und Hip-Hop-Künstlern bekommen die Bremer Songmaterial zur Verfügung gestellt. Die Lieder werden dann von der Band „verplattdeutscht“. „Wi snackt ’n beten Platt. Es ist unsere Großmuttersprache“, scherzt Malte Battelfeld. Die Idee, Hip-Hop-Songs mit plattdeutschen Texten zu kombinieren, sei vor sechs Jahren aus einer Laune heraus entstanden. Die Bremer Band hätte damals nie damit gerechnet, dass dieser Mix so gut ankommt.

Artikel vom 02.09.10 - 16:00 Uhr
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