
Zehn knallrote Kanus liegen auf dem ehemaligen Bauernhof der Familie und bilden mit dem giftgrünen Gras einen Kontrast. Weil bei diesem Kanuverleih alles nach Vorschrift geht, haben diese Wasserfahrzeuge vorn am Bug sogar Kennzeichen wie Autos auf der Straße. Unterschied bei den Kanus: Sie sind streng limitiert.
„Mehr als zehn Kanus hat der Kreis uns nicht gestattet“, sagt Dirk Kooreman. Seine Frau verleiht die Boote. Er bringt sie dahin, wo die Paddler ablegen wollen und holt mindestens drei Wassersportler ab, wo sie landen. Die drei können dann die Autos holen, damit auch der Rest der Crew wieder nach Hause kommt.
Sieben Kanus und drei Kajaks bilden die Flotte. 21 Erwachsene können damit je nach Wunsch auf Geeste oder Lune paddeln. „Wir könnten noch mehr Boote verleihen“, sagt Kooreman.
Leben kann und will die Familie nicht vom Kanuverleih. Ursprünglich sollten die Boote für Kurzweil bei den Feriengästen sorgen, die in den Ferienwohnungen auf Kooremans Resthof Urlaub machen. Das Kanuwandern hatten sich die Eheleute auf der Oste abgeguckt.
Die Geeste fließt gleich an Wehdel vorbei. Aber nicht einmal alle Wehdeler haben sie als reizvolles Binnengewässer schätzen gelernt. Das berichtet Anja Kooreman, die hier aufgewachsen ist.
Kooremans haben mit ihrem Projekt „Wasserwandern auf Geeste und Lune“ gleich alle drei Anrainer-Kommunen überzeugt. Bei der Einweihung des Kanu-Anlegers in Lunestedt vor rund 14 Tagen setzten sich die Verwaltungschefs Ulf Voigts aus Beverstedt, Klaus Wirth aus Schiffdorf und Detlef Wellbrock aus Loxstedt in die Kanus, um nach Düring zu paddeln.
Rund 90 000 Euro kostete der Bau der sechs Ein- und Ausstiegsstellen an der Lune und der zwei Anleger an der Geeste. Die EU übernahm 61 000 Euro, die drei Gemeinden den Rest.
Touren: Auf der Geeste von Köhlen nach Bederkesa, von Köhlen bis Bremerhaven, auf der Lune von Deelbrügge bis Bremerhaven.
Kontakt: 0 47 49/10 29 02.

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