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Offene Fragen um kaputten Badesteg


Nordholz. Splitterndes Holz, fehlende Bohlen, spitze Nägel: Der Badesteg am Naturstrand in Spieka-Neufeld hat schon bessere Tage gesehen. Die Gemeinde Nordholz will den Weg ins Wattenmeer erneuern. 60 000 bis 80 000 Euro sind dafür im Gespräch. Doch es gibt Fragezeichen rund um das Sanierungsprojekt. Von Heike Leuschner


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Abgerissene Bohlen, freistehende Nägel: Der Badesteg am Naturstrand in Spieka-Neufeld hat seine besten Tage längst hinter sich. Jetzt will die Gemeinde den 200 Meter langen Weg ins Wattenmeer sanieren. Foto ul

Eigentlich genießt der alte Pfad bis zum Jahr 2015 Bestandsschutz. So wurde es einst beim Bau des mit LEADER-Mitteln errichteten Badesteges vereinbart. Weil die Holzauflage schon jetzt erhebliche Mängel aufweist, hat Nordholz die Agentur für Wirtschaftsförderung Cuxhaven gebeten, den Steg vorzeitig von seiner Zweckbindung zu befreien. Das ist wichtig, damit die Kommune keine Fördermittel zurückzahlen muss.

Darüber hinaus muss geklärt werden, ob der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) einverstanden ist, dass der auf einer Buhne errichtete Badesteg aufwendig saniert wird.

Aufgrund der offenen Fragen ist unklar, ob der Steg – wie von der Gemeinde geplant – noch vor Saisonstart im Mai saniert werden kann. „Ich bin da eher skeptisch“, sagte der beauftragte Architekt Dieter Asche am Montagabend auf Anfrage des Nordholzer Tourismusausschusses. Aus Sicht des Fachmanns sind vor allem zu kleine Unterlegscheiben Schuld daran, dass sich bereits diverse Holzteile gelöst haben. Die Unterkonstruktion aus Beton befinde sich dagegen in einem guten Zustand.

Die Frage des Baumaterials für den neuen Steg hat der Fachausschuss bereits beantwortet. Beton und Edelstahl scheiden für die Ratsmitglieder genau so aus wie der vom Architekten ins Gespräch gebrachte Asphalt. Wie der alte Steg soll auch der neue mit Eichenbohlen belegt werden. Als hölzerne Unterkonstruktion für den verbreiterten Weg ist das Hartholz Bongossi vorgesehen. Die Sanierungskosten vermochte Asche noch nicht zu schätzen. Fördermittel für das Projekt will die Kommune aus dem Europäischen Fischereifonds beantragen.


Artikel vom 08.02.12 - 12:00 Uhr
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