
Ein Mensch wurde fallengelassen, „wie eine heiße Kartoffel“, weil er für seinen Arbeitgeber keinen Geldwert mehr hat. Vereinsamt und hoffnungslos sitzt er in einem Café (Pastor Bertelsmeyer nahm man den Entlassenen mitfühlend ab), Freundschaften und Liebe zerbrechen an Treulosigkeit; treiben fast in den Selbstmord.
Man glaubt nicht mehr an seinen eigenen Wert, findet alles sinnlos. Aber muss das so sein? Es gibt ein Aufgefangenwerden in Verantwortung vor Gott. Das wurde in zwei kleinen Szenen verdeutlicht. Gott können wir vertrauen. Er nimmt uns an – ohne nach unserem Geldwert zu fragen. Dass Vertrauen diese Sicherheit schenkt, wurde durch eine Trapezkünstlerin (Sarah Arbatschat) sehr gut verdeutlicht. Sie vertraut ihrem Partner, er fängt sie auf, lässt sie nicht im Stich.
Sicherheit schenken auch Eltern (ganz typisch dargestellt von Pastor Bock und Finnja Hansen), die ihrer Tochter (Kristiane Schmidt, ein echter Teenager) wegen ihrer ausgesprochen schlechten Zensuren nicht Hausarrest oder ähnliches verordnen, sondern Nachhilfe. Nachdenkliches zu diesem Thema gab es in einer kleinen meditativen Besinnung, im Mittelpunkt stand hier die Losung: „Gott sagt, ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.“ Sie ging in die Tiefe des Glaubens – ebenso die Ansprache von Pastor Eckhard Bock.
Geradezu begeisternden Applaus erntete der den Gottesdienst begleitende Jugendchor „Crocodilies“ aus Frelsdorf unter Leitung von Simon Bellett. Besondere Anerkennung verdient, dass Bellett die Gottesdienstbesucher mit in die musikalische Begleitung nahm – mit überraschender Geschwindigkeit lehrte er zum Beispiel alle einen Kanon, der, in vier Gruppen unterteilt, alsbald die schöne alte Kirche durchströmte. Man fühlte sich aufgehoben in christlicher Gemeinschaft.
Bemerkungen vieler Teilnehmer: „War das toll“ oder „Son gans anners Gottesdienst is doch wirklich gans anners ...“ (wk)

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