
Was sich anhört wie ein Inferno, ist allerdings genau geplant. Die Gebäude des ehemaligen Hofes und das Addicks-Haus werden abgerissen. Die beiden alten Anwesen verschwinden, um Platz für neues zu schaffen. Rund 5000 Quadratmeter sind die beiden Grundstücke zusammen groß, die neu bebaut werden sollen.
„Was genau dort entstehen wird, ist im Detail noch nicht ganz klar. Deshalb bitte ich sie um ein wenig Geduld“, sagte der Investor, der Besitzer des Düringer Fleischkontors, Engelbert Stukenborg, auf Anfrage der NORDSEE-ZEITUNG.
Entlocken ließ er sich nur soviel, dass auf den Grundstücken drei Baukörper mit zusammen etwa 20 bis 25 barrierefreien Wohnungen gebaut werden. „Dort wird etwas sehr Anziehendes geschaffen, was dem Ort gut tut und den Menschen gefallen wird“, versicherte der Investor.
Bei den Politikern stieß Stukenborg mit seinem Vorhaben auf offene Ohren. In den kommen Wochen soll deshalb die notwendige Bauleitplanung erfolgen.
Sowohl die Politik als auch die Verwaltung haben es sich wegen des demografischen Wandels auf die Fahnen geschrieben, das barrierefreie Wohnen in der Gemeinde voranzutreiben und dabei zunächst die noch vorhandenen Baulücken zu schließen. „Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur, die fußläufig zu erreichen sind, wie zum Beispiel Kindergarten, Kirche, Bahnhof und Einzelhandelsgeschäfte, ist Loxstedt für Investoren interessant, die in barrierefreies Wohnen investieren wollen“, hat Bürgermeister Detlef Wellbrock schon vor eineinhalb Jahren betont. Damals hatten Rat und Verwaltung den Weg für ein ähnliches Objekt an der Hohewurthstraße geebnet, in das inzwischen die Bewohner eingezogen sind.
Gebaut wird in Loxstedt sowieso kräftig. So entstanden 2010, ebenfalls auf einer ehemaligen landwirtschaftlichen Hofstelle an der Bahnhofstraße, elf Dreizimmerwohnungen sowie vier Zweizimmerwohnungen. An der Parkstraße wurde ein Wohn- und Geschäftshaus gebaut, in das eine Kinderärztin und eine Physiotherapeutin mit ihren Praxen sowie eine Anwaltskanzlei einzogen. Ebenfalls an der Parkstraße/Ecke Neißestraße steht nun ein Sechsfamilienhaus mit ausgebauten Dachgeschoss. Ein weiteres Haus für mit vier Zweizimmerwohnungen wurde an der Claus-Gieschen-Straße erstellt. In deren unmittelbarer Nähe, steht ein neues zweigeschossiges Haus mit fünf Dreizimmerwohnungen und einem Penthouse. Ein weiteres Projekt mit drei Dreizimmerwohnungen und drei Zweizimmerwohnungen ist ebenfalls an der Claus-Gieschen-Straße zu finden. (br)
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