Diabetes mellitus, Typ 2, ist der Sammelbegriff für vielfältige Störungen des Stoffwechsels. Hauptmerkmal ist die chronische Hyperglykämie (Überzuckerung). Ursache dafür ist entweder eine gestörte Insulinfreisetzung aus den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse oder eine gestörte Insulinwirkung an Organen, der Muskulatur und des Fettgewebes.
Diabetes kann zu schweren Erkrankungen der Blutgefäße, die bis zur Amputation führen kann, zu Erblindung, Nierenversagen und Herzkreislauferkrankungen führen. Über 75 Prozent aller Diabetiker sterben durch Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Rund 20 000 Patienten gibt es in der Unterweserregion. Dazu kommen 15 000 bis 20 000 Menschen, die von ihrer Erkrankung nichts wissen. Dabei ist es wichtig, das persönliche Risiko, daran zu erkranken, zu kennen und präventiv etwas gegen den Ausbruch zu tun und vor allem die Vorsorge-Untersuchungen wahrzunehmen. Dr. Gerlach stellte einen Internet-Test vor, der in acht einfachen Fragen das persönliche Risiko verdeutlicht.
So sind unter anderem das Alter, das Vorkommen der Erkrankung bei Blutsverwandten sowie der Taillenumfang mitentscheidend für das Erkrankungsrisiko. Heute sind sich Mediziner einig, dass das Fettgewebe im Bauchraum für die Entstehung von Diabetes von großer Bedeutung ist. Es ist wesentlich stoffwechselaktiver als jenes unter der Haut und an den Hüften.
Dr. Iris Gerlach ist Internistin und Gastroenterologin mit der Zusatzweiterbildung Diabetologie. Sie ist tätig im Diabetes-Zentrum am Klinikum Bremerhaven Reinkenheide. (be)

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