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Vorerst bleibt „Wesermünde“


langen. „Stadt Wesermünde“ bleibt als Arbeitstitel erhalten, bis sich Räte, Bürger und Ministerium zum Gebietsänderungsvertrag geäußert haben. Darauf verständigten sich am Freitag Vertreter von Parteien und Verwaltung der Fusionspartner Stadt Langen und Samtgemeinde Bederkesa im Langener Rathaus. Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) will den Namen rechtlich jetzt prüfen lassen. Von Andreas Schoener


Unter Berufung auf ein entsprechendes Votum des Magistrats der Seestadt wird ein „Justiziar mit historischem Hintergrund“ hinzugezogen, der sich diesen Fragen fachkundig widmen soll. Sowohl der Oberbürgermeister als unter anderem auch Bremerhavens Stadtarchivar Dr. Hartmut Brickelmann hatten bereits deutlich zu erkennen gegeben, dass der Stadtname Wesermünde aufgrund seiner regionalgeschichtlichen Bedeutung im Zusammenhang mit dem Altkreis Wesermünde „eindeutig belegt“ ist.

Langens Bürgermeister Thorsten Krüger (SPD) wollte die Reaktion seines Parteifreundes aus der Seestadt nicht kommentieren. Er betonte jedoch am Freitag, dass er von den versammelten Vertretern aus Politik und Verwaltung ausdrücklich beauftragt worden sei, auf das weitere Prozedere im Zusammenhang mit der Fusion hinzuweisen. Demnach sollen die beteiligten Räte in Langen und in der Samtgemeinde Bederkesa den Gebietsänderungsvertrag bis Ende März diskutieren und nach und nach verabschieden. Der mögliche Stadtname „Wesermünde“ werde dabei ausdrücklich mit dem Hinweis geführt, dass das zuständige Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport in Hannover abschließend prüfen werde, was zulässig sei und was nicht. Dieses Vorgehen sei mit allen im Stadtrat von Langen und im Samtgemeinderat Bederkesa abgestimmt worden, betonte Krüger weiter. Ende März, Anfang April werden dann in den Rathäusern beider Kommunen die verabschiedeten Entwürfe zum Gebietsänderungsvertrag öffentlich ausgelegt beziehungsweise aufgehängt werden. „Jeder Bürger hat die Möglichkeit, seine Einwände, Verbesserungsvorschläge und sonstige Anmerkungen schriftlich einzubringen“, erklärte der Bürgermeister und verwies darauf, dass dieses Paket dann vollständig nach Hannover gesandt werden wird, wo die abschließende Prüfung stattfindet. Dies gelte auch für Vorschläge zum Stadtnamen. Krüger: „Wir gehen davon aus, dass im Herbst eine Entscheidung bezüglich des neuen Namens fällt.“


Artikel vom 04.02.12 - 12:00 Uhr
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