
„Wenn ich aus meinem Kirchenbüro geschaut habe, konnte ich den Bau fast täglich wachsen sehen. Wir hatten in der Vergangenheit viel Glück mit dem Wetter, konnten nach der Grundsteinlegung am 3. Adventssonntag durcharbeiten“, berichtet Sabine Ulrich.
Veranschlagt war im Vorfeld eine Bauzeit von 15 Monaten. Die Deckenhöhe soll 8,50 Meter betragen. Im Innenraum werden 120 Plätze eingerichtet. Vor der Kirche werden zwei Türme, 18,50 Meter hoch, gebaut.
Alle Arbeiten wurden öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielten überwiegend auswärtige Firmen, weil sie am günstigsten waren. Die Bauaufsicht hat Architekt Heinrich Wiebusch aus Harsefeld übernommen. Auch die Architektenarbeiten wurden ausgeschrieben. „Den Wettbewerb hat Wiebusch, der in Nordholz kein Unbekannter ist und schon mehrere Bauten geplant und begleitet hat, gewonnen“, so Pastorin Sabine Ulrich.
Nach derzeitigem Stand werden beim Eröffnungsgottesdienst keine Glocken läuten. „Dafür fehlt bisher das Geld“, so die Pastorin. Über Spenden- und Sammelaktion will die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde „Zum Guten Hirten“ alles daransetzen, um die fehlenden rund 46 000 Euro noch aufzutreiben. Bislang finden die Gottesdienste sonntags, 10.30 Uhr, im Haus der Kirche in der Elbestraße statt. Daneben entsteht die neue Kirche in Rundbauform. Die Kirche entsteht somit im Nordholzer Zentrum.
Die veranschlagten Kosten für den Kirchenneubau belaufen sich auf 920 000 Euro und werden ungefähr gedrittelt. Landeskirche, Kirchenkreis und Kirchengemeinde teilen sich die Gesamtkosten.
„Woher nimmt die Kirchengemeinde ihren Anteil? „Wir haben den Erlös aus dem Verkauf der alten Kirche in Höhe von 70 000 Euro. Hinzu kommen alte Rücklage aus dem Verkauf des Pfarrhauses im Nelkenweg. Somit haben wir unsere gesamten Rücklagen und Reserven verfrühstückt“, weiß auch die Pastorin. 150 000 Euro sind über Spenden eingeplant, 89 000 Euro davon bereits eingegangen.
Die Orgel wurde aus der alten Kirche ausgebaut und in Nordholz eingelagert. „Im neuen Gebäude bekommt sie eine eigene Empore, die bereits gegossen ist“, freut sich die Pastorin.
Es wäre wirklich bedauernswert, wenn bei Eröffnungsgottesdienst keine Glocken in der neuen Kirche läuten können, weil dafür das Geld noch nicht zusammengekommen ist. Deshalb haben Kirchengemeinde und Gemeindebeirat sich allerhand einfallen lassen. So startet der Gemeinderat am 18. März, dem Tag der Kirchenwahlen, mit dem Losverkauf für eine große Tombola.
Die Kirchengemeinde schiebt mit kleinen, roten Sparschweinen die Spendenaktion an. Sie sind im Kirchenbüro oder im Anschluss an die Gottesdienste erhältlich. Es wird nur der Name der Personen notiert, damit die Schweine wiedergefunden werden. „Dann kann das Füttern beginnen“, sagt Sabine Ulrich schmunzelnd. Gründe, es zu füllen, wären Feiern oder Jubiläen.
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