
„Wir stehen noch ganz am Anfang“, erklärte Dirk Grotheer, Geschäftsführer der Dieckell Verwaltungs GmbH, und bestätigte, „dass Fachleute eingeschaltet worden sind, die den Markt nach geeigneten Mietern sondieren“. In dem Zusammenhang kann sich Grotheer durchaus auch einen Möbelmarkt als Nachfolgemieter für Wassenaar vorstellen. Parallel zur Mietersuche soll ein sogenanntes Einzelhandelsgutachten in Auftrag gegeben werden, „dass mehr Auskünfte liefern soll über das wirtschaftlich Machbare“ an der nördlichen Stadtgrenze zu Bremerhaven. „Ende des Jahres rechnen wir mit Ergebnissen“, sagte der Geschäftsführer und betonte, dass man zur Entwicklung des Geländes im Dialog sowohl mit der Industrie- und Handelskammer als auch mit der Stadt Langen steht.
Im Rathaus von Langen freut man sich über die gute Zusammenarbeit mit Familie Dieckell. „Wir sind daran interessiert, Ladenleerstand an der Leher Landstraße zu vermeiden“, erklärte Bürgermeister Thorsten Krüger (SPD) unter Hinweis auf die Attraktivität des Langener Ortseingangs. Desweiteren sei ihm daran gelegen, dass die Mitte der Ortschaft, in der sich auch das Lindenhof-Zentrum befindet, nicht durch Ansiedlung eines weiteren Einkaufsmarktes auf dem Dieckell-Gelände geschwächt wird. „Man muss nach einer sinnvollen Ergänzung suchen und dabei den Blick auf das große Ganze richten“, sagte Krüger.
Den Fokus aufs „große Ganze“ richtet auch die Unternehmerfamilie Wassenaar. Dabei haben Svenja und Nils-Tobias Wassen-aar, gleichberechtigte Geschäftsführer des Familienunternehmens in der dritten Generation mit insgesamt 250 Mitarbeitern, festgestellt, dass der Wettbewerb im Baumarkt-Bereich, nicht zuletzt durch die Ansiedlung des großen Obi-Marktes in Bremerhaven, „mittlerweile ganz extrem geworden ist“. Mit Blick auf die Kernkompetenzen des Hauses, die im Garten- und Zoobereich liegen – das Unternehmen verfügt über fünf Gartencenter in Bremen, Delmenhorst und Bremerhaven – werde man deshalb den auslaufenden Mietvertrag an der Leher Landstraße nach fünf Jahren nicht mehr verlängern.
Den rund 40 Mitarbeitern am Standort werden Arbeitsplätze innerhalb des Unternehmens angeboten. „Niemand wird entlassen“, betonte Svenja Wassenaar und kündigte an, dass man plant, Sortimente wie Gartenbaustoffe und „Holz im Garten“ ins Gartencenter Bremerhaven zu integrieren.
Lidl wird den Mietvertrag für das Gebäude an der Leher Landstraße ebenfalls nicht verlängern. Wie die Pressestelle in Neckarsulm auf Anfrage mitteilte, „ist eine Weiterführung des Standortes nicht möglich, da die bestehende Verkaufsfläche für das Lidl-Konzept nicht mehr ausreichend ist“. Die Rewe-Gruppe wird Langen treu bleiben. „Wir halten an den Standorten Schmidtkuhlsweg und Leher Landstraße fest“, erklärte die Pressestelle in Norderstedt.
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