
Bisherige Planungen sehen vor, den neuen Speiseraum inklusive einer Vorbereitungsküche neben dem Haupteingang zu platzieren. Der Raum würde die bestehenden Räumlichkeiten mit einbeziehen und dann eine Grundfläche von etwa 35 Quadratmetern haben. Bis zu 34 Kinder könnten in ihm essen. Zudem ist vorgesehen, unmittelbar angrenzend an den Gruppenraum der Krippe einen Schlafraum zur Aufnahme von zehn Kinderbetten anzubauen.
Die Kostenschätzung beläuft sich auf 160 000 Euro für die Baumaßnahmen und 7000 Euro für die Einrichtung. Vom Landkreis Cuxhaven ist mit einem Zuschuss von 34 000 Euro zu rechnen. Weitere Zuschüsse könnten zudem vom Land Niedersachsen kommen.
Nun entbrannte im Ausschuss eine lange Diskussion, ob die bisher geplante Erweiterung so notwendig ist, oder ob es auch andere und billigere Lösungen gibt.
Können die Kinder des Sellstedter Kindergartens zum Mittagessen oder zum Mittagsschlaf nicht einfach das benachbarte Heimathaus nutzen? Das war der Vorschlag von Hans-Peter Wierk (Grüne) auf der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Schiffdorf.
„Wir könnten damit eine Menge Geld sparen“, meinte er. „Die Räume im Heimathaus stehen an sechseinhalb Tagen in der Woche leer. Bei einer entsprechenden Möblierung könnten die Kinder auch dort essen. Angesichts unseres Haushaltes müssen wir alle zusammenrücken“, betonte er.
Das aber fand nicht die Zustimmung von Bürgermeister Klaus Wirth (parteilos). „Es ist zwar sehr gut, dass sich alle Gedanken darüber machen, wo Geld gespart werden könnte, aber wir müssen bedenken, dass es sich um kleine Kinder handelt. Die zum Essen oder Schlafen zu Hokemeyers Hus zu schicken, ist nicht praktikabel. Ich sehe da unter anderem Probleme mit der Betreuung“, meinte er. „Wir haben als Gemeinde doch das Angebot der Ganztagsbetreuung gemacht und nun müssen wir auch die Folgen in Kauf nehmen“, sagte Klaus Wirth.
Um Kosten zu senken, wurde in der Sitzung auch über eine Containerlösung debattiert, die bei geringerem Bedarf später wieder abgebaut oder einer anderen Verwendung zugeführt werden könnte. „Nachdenken kann man sicher über eine Containerlösung“, machte Bürgermeister Wirth deutlich.
Dirk Holler von den Freien Bürgern betonte, dass der Bau- und Planungsausschuss nur Empfehlungen ausspreche, die von den nachfolgenden Ausschüssen geprüft werden. Anschließenden stimmte der Fachausschuss den Vorschlägen der Verwaltung bei zwei Gegenstimmen zu. (br)
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