
Mit der Pflanzung von Bäumen wollen sie der Klimakrise den Kampf ansagen. Vor der versammelten Schülerschaft des Schulzentrums hielten sie einen Vortrag über ihre Erfahrungen.
Im Herbst letzten Jahres verbrachten Zoe Schuster, Pia Schliefke, Esther Werpup und Rasmus Schumacher ein Wochenende im Harz. Dort informierten sie sich über die Initiative „Plant for the planet“, auf die ihr Lehrer Gunnar Bensing sie aufmerksam gemacht hatte. Dort lernten sie viel über Klimaschutz und die Auswirkungen des CO2-Ausstoßes auf die Umwelt. Und sie erfuhren, dass ein kleiner Junge die Idee zu dieser Initiative hatte. Felix Finkbeiner war erst neun Jahre alt, als er 2007 auf die Idee kam, dass Kinder in jedem Land eine Million Bäume pflanzen könnten, um so die Folgen des Klimawandels zu verringern. Inzwischen wird bereits in 100 Ländern gepflanzt. In Deutschland wurde 2010 der millionste Baum in die Erde gesetzt.
In ihrem Vortrag zeigten die vier Sechstklässler die Problematiken von Treibhauseffekt und Klimakrise auf. „In Amerika liegt der CO2-Ausstoß pro Kopf bei 20 Tonnen im Jahr, in Europa bei 10 Tonnen. Mehr als zwei Tonnen dürfen es aber eigentlich nicht sein.“
„Aber Reden alleine wird unsere Probleme nicht lösen“, erklärten sie den Schülern. Deshalb haben sie beschlossen, eine AG zu gründen. Im Anschluss an die Veranstaltung wurden in den Klassenräumen Listen verteilt, in die Interessierte sich eintragen können. „Die Schüler sollen sich das ganz alleine erarbeiten. Natürlich stehe ich helfend zur Seite, aber das kriegen sie sicher auch gut ohne mich hin“, sagt Lehrer Gunnar Bensing.
Ideen, welche Aktionen sie mit der neu gegründeten AG starten wollen, haben die vier Umweltschützer schon genug. „Man könnte den Vortrag auch in anderen Schulen halten, um noch mehr Kinder auf die Initiative aufmerksam zu machen“, sagt Zoe. „Oder wir können an der Schule eine große Pflanzparty organisieren“, schlägt Pia vor.
Seit sie sich für „Plant for the planet“ engagieren, versuchen die vier Schüler auch ihren eigenen CO2-Ausstoß zu minimieren. Sie nutzen häufiger ihr Fahrrad, statt sich von den Eltern fahren zu lassen. „Und statt das Internet zu benutzen und Strom zu verbrauchen, frage ich lieber Herrn Bensing, wenn ich etwas wissen will“, sagt Pia.
Jetzt fehlt ihnen nur noch etwas ganz Wichtiges, um richtig loslegen zu können. „Herr Bensing, können wir eigentlich ein eigenes Büro kriegen?“, fragt Pia. Lehrer Gunnar Bensing nickt. Der nächsten Generation Umweltschutz steht in Loxstedt nichts mehr im Wege. (ssw)
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