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Schranken werden installiert


Cappel. Gut eineinhalb Jahre nach dem jüngsten Unfall am Cappeler Bahnübergang, der ein Todesopfer forderte, sollen im Frühsommer – so Landkreis und Bahn – dort Halbschranken installiert werden. Dadurch werden zwei Straßenlampen der Bahn überflüssig. Die Gemeinde, so der Rat einstimmig, möchte die Laternen übernehmen. Von Jürgen Malekaitis


Die Bahn plant, die Lampen abzumontieren und zu verschrotten. Sollte es mit der Übernahme seitens der Kommune zum Nulltarif klappen, wird die Stromleitung umgeklemmt und an den Verteilungskasten der Gemeinde, die dann die Kosten für die beiden Lampen trägt, übernommen. Bislang trägt die Bahn die Stromkosten in Verbindung mit der Signalanlage.

„Wir lassen die Lampen stehen und für das Umrüsten planen wir Finanzmittel bis zu einer Höhe von 1000 Euro als überplanmäßige Ausgabe in den Haushalt ein und genehmigen die zusätzlichen Kosten“, schlug Bürgermeister Rolf Bohlen (SPD) vor. Der Rat stimmte zu, nachdem auch Ratsherr Jörg Schwerdts (CDU) festgestellt hatte, dass an einem Bahnübergang niemals zu viel Licht sein könnte. „Es dient der Sicherheit“, so Schwerdts.

Ferner beschäftigte sich der Gemeinderat mit einer alten Birke, die an der Ecke Arp-Schnitger-Straße/Dorfstraße steht. „Der Baum hinterlässt das ganze Jahr über seine Spuren. Die Äste, die herunterfallen, werden immer dicker. Außerdem sind Birken wie Unkraut. Drum herum wächst nichts“, betonte Bohlen. „Wir dürfen die Birke nicht nur einfach absägen, sondern müssen den Boden rundherum herausnehmen und mit Mutterboden neu auffüllen. Sonst wächst dort in Zukunft nichts wieder“, empfahl Schwerdts, der als Gartenbaumeister die nötigen Kenntnisse und Erfahrung mitbringt. So soll verfahren werden.

Einvernehmen besteht im Rat auch darüber, als Ersatz für die Birken eine Blutbuche zu pflanzen. „Ich schlage eine Sommerblutbuche vor“, sagte Schwerdts. Der Rat beschloss, die Birke zu fällen, den Boden weiträumig herauszunehmen und neu zu verfüllen. Als Ersatz soll eine Blutbuche dienen, deren Größe das politische Gremium bei der in Kürze anstehenden Wegeschau festlegen will. Auf die Nachfrage aus dem Zuhörerkreis, wo das Holz der abgesägten Kastanien in der Arp-Schnitger-Straße bleibt, sagte der parteilose Friedrich Bokeloh von der Samtgemeindeverwaltung: „Das Holz aus den Mitgliedsgemeinden wird am Bauhof in Dorum gelagert und zu einem späteren Zeitpunkt verkauft oder versteigert.“

Artikel vom 04.02.12 - 07:00 Uhr
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