
Jetzt waren die beiden Organisatoren Siegfried Scheid aus Bremervörde und Heinz Meister aus Heinschenwalde in die Wremer Schule gekommen, um den Schülern von ihrer abenteuerlichen Reise und der großen Freude der beschenkten Kinder zu berichten.
Bereits vor 18 Jahren war die Aktion ins Leben gerufen worden, seit zehn Jahren gibt es einen eingetragenen Verein, der sich um die Geschenksammlung sowie den Transport nach Rumänien kümmert. Noch gut kann sich Scheid an seine erste Hilfslieferung nach Rumänien erinnern. „Wir haben damals einem krebskranken Jungen ein Fahrrad geschenkt“, erzählt er im Kreis der Schüler. Der Junge sei auch wieder gesund geworden. 2050 Päckchen sind vor Weihnachten zusammengekommen, so Meister. Das seien dann auch 2050 Kinder, die ein Weihnachtspäckchen bekommen hätten.
Ebenfalls mit dabei waren diesmal auch 400 Paar Schuhe. Rumänien sei ein Land mitten in Europa, wo viele Kinder nicht einmal ein einziges Paar Schuhe hätten, erklärte er. Rollstühle, Gehwage,n aber auch Handballtore und Fußbälle wären mitgenommen worden.
Auf den Lichtbildern an der Leinwand sah man dazu leuchtende Kinderaugen und die Freude über Buntstifte oder eine Puppe. „Wie lange dauert eigentlich die Fahrt nach Rumänien?“, wollte ein Schüler wissen. Zwei bis drei Tage müsse man rechnen, so Scheid. Mit zwei Fahrern sei man mindestens 30 Stunden auf der Straße unterwegs. Hinzu käme dann noch der Aufenthalt an der Grenze.
Interesse zeigten die Kinder auch an Pferden und Schlitten auf den Bildern. Zugtiere und Wagen seien dort auch im Zeitalter des Autos die wichtigsten Verkehrs- und Transportmittel, erklärte Meister.
Als die beiden Organisatoren der Hilfsaktion die Grundschüler fragten, ob sie auch in diesem Jahr wieder ein Päckchen für die rumänischen Kinder als Weihnachtsüberraschung packen wollen, schallte ihnen natürlich ein vielstimmiges „Ja“ entgegen. Aber auch ausrangierte Schulranzen sollten bis Oktober aufgehoben werden, dann kommt der Verein „Helfen um zu helfen“ wieder zur Wremer Grundschule und holt die gespendeten Sachen ab. (ul)

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