
In Cappel soll der Kirchenvorstand in der kommenden Wahlperiode von sieben auf fünf Mitglieder verkleinert werden. Obwohl es schwierig war, konnten ausreichend Kandidaten für die Wahl gefunden werden. Bis auf einen Kandidaten sind alle Bewerber jünger als 55 Jahre. „Ich kann doch nicht ablehnen, was ich gar nicht kenne“, hätte eine der neuen Kandidatinnen gesagt, lobte die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Almut Harrs die Bereitschaft zur Mitarbeit. Und deshalb habe sie den Mut, sich aufstellen zu lassen.
Außerdem es sei absehbar, dass die Instrumente des berühmten Orgelbauers Schnitger aus der Wesermarsch demnächst zum Weltkulturerbe erklärt würden, so Harrs. Dann müsse die Gemeinde Cappel darauf vorbereitet sein, überlegt auch Brigitte Siats. Leider würde die Berühmtheit der Cappeler Orgel im Dorf bisher gar nicht so wahrgenommen, bedauert der Kirchenvorstand. Wenn es mit dem UNESCO-Titel soweit ist, könnte Cappel zu einem kleinen Neuschwanstein werden, malt sich Harrs die weltweite Aufmerksamkeit aus. Und dann solle der Ort Cappel davon profitieren und nicht Außenstehende, ist ihr Wunsch. Darauf müsse man unbedingt hinarbeiten.
Obendrein steht dem Kirchenvorstand in Cappel in der kommenden Wahlperiode ein großer Geburtstag ins Haus. 2016 wird die Cappeler Kirche ihre berühmte Orgel seit genau 200 Jahren beherbergen. Dieses Ereignis soll natürlich gefeiert werden.
Eine große Aufgabe für die Zukunft sieht der Kirchenvorstand auch in der Renovierung und Restaurierung der beiden Glocken der St. Peter und Paul Kirche. Zurzeit beschränkt sich die Gemeinde auf nur wenige Minuten Geläut vor dem Gottesdienst und bei Hochzeiten. Um die Restaurierung des Geläuts zu finanzieren, ist die Kirchengemeinde auf Spenden angewiesen.
Ebenfalls auf der Liste steht auch die Umplanung des Friedhofs. „Das muss dringend in Angriff genommen werden“, betont Jutta Holst. Der Friedhof an der Kirche ist seit dem Jahr 2000 geschlossen, seitdem würde der „politische“ Friedhof in Cappel genutzt. Natürlich verursacht der alte Friedhof mit seinen hohen Steineinfassungen hohe Unterhaltungskosten. Denkbar wäre es, ein Urnenfeld an Kirche anzulegen. (ul)
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