„Dieses Ergebnis konnten wir nicht erwarten. Es ist für uns Jäger aber ein Zeichen, dass noch sehr viele Füchse – und seit einem Jahr auch Marderhunde – in unseren Revieren räubern“, erläuterte Wurstens Hegeringleiter Claus Müller aus Dorum.
Während der Ranzzeit (Paarungszeit) halten sich die Füchse überwiegend im Bau auf, verlassen das „sichere“ Versteck nur, um Nahrung zu holen. So war es nicht verwunderlich, dass 14 Füchse und die beiden Marderhunde mit Bauhunden aus Bauten „gesprengt“ werden mussten, nachdem die Hunde an den Bauten angeschlagen hatten. Die Bauhundeführer Uwe Steffens, (Dorum), Frank Penner, Bernd Lehmann (beide Midlum) und Carsten Görner (Spieka) haben am Jagdtag mit kleinen Trupps – aber auch einige Tage zuvor – rund 50 Kunstbauten in Wurster Jagdrevieren kontrolliert.
Nach dem Treffen in der Gaststätte Riehl’s Garten in Cappel und der Jagdscheinüberprüfung übernahm Claus Müller die Einteilung der Durchgehschützen und Vorstehschützen. Er hätte sich allerdings gewünscht, mehr Wurster Jäger, aber auch Treiber aus der Region begrüßen zu können. Aus Cappel und Mulsum nahm kein Waidgeselle an der Fuchsjagd teil.
Zunächst wurde das Außendeichsrevier in Spieka-Neufeld durchkämmt. Danach ging es zu den Pappeln nach Oxstedt, zur Ginsteranpflanzung nach Nordholz. Dort bekamen die Jäger keinen Fuchs zu Gesicht. Anders war es bei den Wiecheln an der Grenze Spieka/Midlum: Markus Hiller (Bremerhaven) und Harald Bolte (Dorum) konnten dort einen Fuchs in dem unübersichtlichen Gelände erlegen.
Den Abschluss bildeten Revierteile in Sachsendingen und an der früheren Dorumer Schuttkuhle. In Padingbüttel musste ein Bau aufgegraben werden, weil Meister Reineke und ein Bauhund den Kessel oder die Röhren nicht verlassen wollten. „Das war echte Schwerstarbeit bei dem hart gefrorenen Boden“, war Frank Penner zu entlocken.
Nach der Jagd folgte das Schüsseltreiben. „Das gehört zum Brauchtum“, sagt Claus Müller. „Die Geselligkeit darf nicht zu kurz kommen.“ Nach einem deftigen Grünkohlessen wurde der Jagdkönig proklamiert. Der Dorumer Uwe Steffens kam mit drei Füchsen zur Königswürde.
Die bestand nicht aus einem schlichten „Waidmannsheil“, sondern aus einem gravierten Zinnbecher, gestiftet von Waidgeselle Rudi Hellmers aus Alfstedt.
Die große Familienserie der NORDSEE-ZEITUNG widmet sich seit dem 2. März 2012 dem Thema „Familienfreundlichkeit“ im Landkreis Cuxhaven. Für jeden Ort und jede Gemeinde erscheinen zur Veröffentlichung aktuelle Luftbilder. Diese Luftbilder können Sie nun auf hochwertigem Fotopapier in unseren Kunden-Centern bestellen. Hier erfahren Sie mehr.

Individuelle Nachrichtenauswahl - immer aktuell
Wir unterstützen Sie dabei gezielt diejenigen Nachrichten, die für Ihren Internetauftritt interessant sind, ohne viel Aufwand zu integrieren. Dafür haben wir ein Modul entwickelt, das Sie ganz leicht mit wenigen Klicks selbst an Ihre Anforderungen anpassen können.