Dabei machte Ausschussvorsitzender Kristian Schmidt am Donnerstag vor rund 40 Bürgern im Ratssaal klar, dass man das Engagement der „Zukunftsarbeiter“ sehr begrüße und die versagte Empfehlung „keine Entscheidung auf immer und ewig sein muss“.
Dr. Hans Hellberg, dessen Projektgruppe sich im Einvernehmen mit „allen maßgeblichen Vereinen“ sieht, hatte zuvor erneut eine Lanze gebrochen für die Wiederöffnung des „Seelochs“. Diese Maßnahme sei grundweg falsch gewesen, meinte Hellberg auch mit Blick auf die daraus resultierende zunehmende Verlandung des Sees und „viele negative Folgen an den Ufern“. Im Sommer gebe es einen Wasserstandsniveau-Unterschied zwischen See und Kanal von bis zu 25 Zentimetern, der es zum Beispiel Besuchern unmöglich mache, ihre Boote zu Wasser zu lassen.
Dr. Hellberg kritisierte zudem, dass von der Kanalpromenade her kaum ein freier Blick auf den See möglich sei: „Faktisch ist der See vom Ort getrennt worden.“ Technisch sei die Wiederöffnung kein großes Problem, berief sich Dr. Hellberg auf die Aktenlage und forderte unter Hinweis auf die touristische Entwicklung des Fleckens eine Grundsatzentscheidung. Finanziell sei sicherlich mit Zuschüssen zu rechnen. „Das ist eine Investition in die Zukunft.“ Sollte das „Seeloch“ nicht geöffnet werden, müsste zumindest der Seedeich geschliffen werden.
Verwaltung und Politik, allen voran die CDU, befürchteten indes unkalkulierbare Gesamtkosten und erkannten keine Vorteile, das „Seeloch“ wieder zu öffnen. Zudem verwies das Gremium auf die Stellungnahme des Fischereibetriebs Lasner. Erst nach 20 Jahren habe sich die Fischpopulation an die geänderten Verhältnisse gewöhnt und erholt, zitierte CDU-Sprecher Uwe Bischoff entsprechende Äußerungen des Betriebs. „Was nützt uns ein Seeloch, wenn dadurch der See, der Wassersport und viele Existenzen zugrunde gehen?“, fragte Uwe Bischoff – eher rhetorisch.

|
Alle wichtigen Infos zu den Fischtown Pinguins finden Sie in unserem REV-Spezial. |
![]() |
|