Darauf weist die Samtgemeinde in ihrer Stellungnahme zum Regionalen Raumordnungsprogramm hin, die vom Planungs- und Wirtschaftsförderungsausschuss auf den Weg gebracht wurde. Das Raumordnungsprogramm sieht unter anderem vier neue Windpark-Standorte vor: in Wellen, Appeln, Kirchwistedt-Ahe sowie zwischen Heerstedt und Lunestedt. Festgelegt ist darin aber auch, dass die Windräder mindestens 1000 Meter von Ortschaften und 500 Meter von einzelnen Gehöften entfernt sein müssen. Der Wellener Park wird damit gleich von zwei Seiten attackiert: Durch den Bauland-Anspruch in Beverstedt schrumpft er bereits auf die Hälfte.
Auch sonst sind die Politiker längst nicht mit allem einverstanden, was in Cuxhaven an Raumordnungs-Vorschlägen ausgebrütet wurde. Ihre Forderungen:
Bokel, Lunestedt und Stubben sollen wegen ihrer guten Bahnanbindung auch als Standorte für Bauland gelten.
Lunestedt und Kirchwistedt sollen als Standorte für Arbeitsstätten aufgenommen werden.
Bokel, das durch die Wiedervernässung des Großen Moores an Erholungswert gewonnen habe, sollte als Standort für Erholung aufgenommen werden.
In Stubben, das auf halber Strecke zwischen Bremerhaven und Osterholz-Scharmbeck liegt, sollen nicht nur Nahverkehrszüge, sondern auch der schnelle Regional-Express halten.
Schließlich soll Beverstedt wegen des Gewerbeparks in Wachholz als Standort für Gewerbe und Logistik aufgeführt werden.
Darin waren sich die Politiker einig. Nur über die Begründung des letzten Punktes gab es Streit. Während CDU und FDP die Küstenautobahn hervorhoben, die, so Sprecher Claus Götjen, „den Aufschwung fürs Gewerbegebiet bringen wird“, konnte die Mehrheit der SPD/Grünen/Dieck-Gruppe das nicht gelten lassen. Die Autobahn-Kritiker wiesen in ihrer Begründung auf die bereits bestehende gute Anbindung hin.

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