Rund 300 bis 350 Plätze werden derzeit auf einem Rasen neben den Hangars dafür hergerichtet, sagt Jochem Schöttler, Bereichsleiter der städtischen BIS-Touristik, die auch die beiden ständigen öffentlichen Wohnmobil-Plätze an der Doppelschleuse und am Ende des Fischkais im Fischereihafen betreibt. Dort gibt es sogar Duschen und Toiletten.
„Ohne Infrastruktur kann man keine solchen Plätze anbieten“, erklärt Schöttler. Die aber wird es am Luneort nicht geben, auch keinen Strom, „aber Wasser-Ver- und Entsorgung“.
Außerdem bekommen Angemeldete am Flugplatz morgens frische Brötchen geliefert, der Platz ist bewacht und die Gäste werden betreut. Das kostet: Das komplette Paket fürs Wohnmobil vom 24. bis 30. August für zwei Personen inklusive Shuttle-Bus der Verkehrsbetriebe ist für 105 Euro zu haben. „Noch gibt es freie Plätze“, sagt BIS-Mitarbeiterin Maike Aprile.
Wer aber näher ran will ans maritime Herz des Spektakels, braucht viel Glück: Es gibt nur noch die beiden Dauer-Plätze im Fischereihafen – für 47 Wohnmobile – und unterhalb der Doppelschleuse für 51 normale und 12 besonders große Mobile. Nicht mehr zur Verfügung stehen die Flächen an der Barkhausenstraße, von den Motorenwerken bis zum Zolltor Roter Sand. Da stünden jetzt Hallen und Firmengebäude.
Auch das große Parkareal auf dem nun bebauten einstigen Carl-Schurz-Gelände fällt weg.
Und, ergänzt Aprile: „Ein großer Platz für 300 bis 400 Wagen auf der anderen Weserseite in Nordenham.“
Die Gemeinde, so Schöttler, wolle diese Fläche verkaufen – weil der Zeitpunkt unklar sei, habe die BIS bisher noch keinen Zuschlag für die fünf Sail-Tage. „Aber zumindest eine Option, wenn sie uns vier Wochen vorher noch grünes Licht gäben, kriegen wir das auch noch hin.“
Rund 750 angemeldete Wohnmobile hatten die ausgewiesenen Plätze an beiden Weserufern zur Sail 2005 angesteuert.
Wenn dieses Jahr wieder so viele anrollten, bliebe den meisten nur noch, in den Landkreis auszuweichen. „Der Campingplatz in Spaden ist aber auch schon voll“, weiß Maike Aprile. „Den meisten ist es auch zu weit, sogar am Luneort, die wollen am liebsten direkt am Zoo stehen“, sagt sie, „das kriegen wir täglich 500 mal am Telefon aufs Butterbrot geschmiert.“
Spontan drauf los zu fahren, warnt Schöttler, sei riskant. „Das wissen erfahrene Wohnmobilisten aber auch.“ Dennoch gebe es für die Plätze Doppelschleuse und Fischereihafen keine Reservierung. „Wer zuerst kommt, ist da“, sagt er.
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