„Es gibt drei zuversichtliche Aspekte der Umfrage“, sagt GEW-Landesvorstandssprecher Bernd Winkelmann. „Parteiübergreifend wird nicht angezweifelt, dass die Fortbildung der Lehrer notwendig ist.“ Zudem werde die Frage aufgeworfen, ob der Zeitplan für die Schulreform zu ehrgeizig sei. „Außerdem wird anerkannt, dass Ressourcen ausreichend vorhanden sein müssen.“
Kritisch bewerten GEW und Zentralelternbeirat (ZEB) hingegen die Antworten der Parteien zur Beteiligung der Betroffenen. „Erschreckend ist, dass die CDU sagt: Die Beteiligung ist gewährleistet“, kritisiert Winkelmann. Dabei fielen die Entscheidungen woanders.
Beim Lloyd-Gymnasium zeige sich der Widerspruch innerhalb der SPD. Während sich die Sozialdemokraten auf ihrem Parteitag für „Eine Schule für alle“ ausgesprochen hätten, würden sie sich nun nicht so richtig an das Lloyd-Gymnasium herantrauen, sagt Winkelmann. So antwortet die SPD: „Das Lloyd-Gymnasium soll sich im Rahmen des Schulgesetzes und des Schulentwicklungsplanes der Verbesserung von Unterricht stellen.“
Ein Dorn im Auge ist dem Bündnis der Informationsfluss beim Thema Inklusion. Laut Gesetz können Eltern behinderter Kinder zunächst wählen, ob sie ihr Kind auf ein Förderzentrum oder die Regelschule schicken. „Die Eltern sind nicht mal informiert über die neuen Möglichkeiten“, kritisiert Tiedge. Die Kapazitäten dafür müssten erst geschaffen werden, sagt Paulenz. Das sehe auch das Gesetz vor. Im Sommer werde die Georg-Büchner-Schule II mit der Inklusion beginnen. Die übrigen sollten dann zum Schuljahr 2011/2012 folgen, wenn die Oberschulen starten.

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