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Weg frei für die Erweiterung


Bremerhaven. Auf der Sail gab es schon mal ein Dankeschön. Und zwar von Auswandererhaus-Betreiber Andreas Heller. Der Dank ging an den Wirtschaftssenator. Martin Günthner (SPD) will mit zwei Millionen Euro den Erweiterungsbau unterstützen. Und inzwischen hat er auch in Bremen die politischen Gremien überzeugen können. Von Klaus Mündelein


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Das Deutsche Auswandererhaus wird erweitert, die Finanzierung dafür ist gesichert. Thema im Anbau soll das Leben der Auswanderer nach der Ankunft im gelobten Land sein. Foto Werner Huthmacher

Mit dem Zwei-Millionen-Zuschuss kann es losgehen. Viereinhalb Millionen Euro kostet der Bau, zwei Millionen hat der Bund zugesagt, eine halbe Million übernimmt der Betreiber. Der Bundeszuschuss, für den Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) gesorgt hat, brachte dem Projekt Auftrieb, räumt Günthner ein. Aber der Zuschuss setzte auch die Politik unter Druck: Die Bundesmittel sind im Haushalt 2011 eingestellt und müssen in dem Jahr auch genutzt werden.

Die Zeit drängte also. Angesichts der großartigen Entwicklung des Deutschen Auswandererhauses freut es den Senator umso mehr, dass er jetzt die ergänzenden Landesmittel beitragen kann. Am 27. Oktober wird die Vorlage in der Deputation für Wirtschaft und Häfen vorgelegt. Es geht um Mittel der Europäischen Union.

Die Zustimmung der Politik war nicht selbstverständlich. Angesichts knapper Kassen sind die Begehrlichkeiten gegenüber den EU-Mitteln groß. Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) wird vieles gefördert: Das reicht von Windenergie über Veranstaltungen bis zu Projekten der Arbeitsmarktpolitik. Da soll es dem Vernehmen nach sowohl in Bremen als auch in Bremerhaven einige gegeben haben, die andere Vorstellungen von der Mittelverwendung hatten.

Anteil der Stadt

Eine weitere Kampflinie: Noch Anfang August gab es Vorstellungen, dass auch die Stadt einen Beitrag für den Erweiterungsbau leisten müsse. Günthner hat sich darauf nicht eingelassen. Die EU-Mittel seien vorhanden, und man müsse nicht den klammen Haushalt der Stadt unnötig belasten.

Inzwischen sind alle Diskussionen vom Tisch. Das Auswandererhaus hat eine beeindruckende Erfolgsbilanz mit 1,1 Millionen Gästen. „Wer hätte vor fünf Jahren gedacht, dass wir uns heute schon mit der Erweiterung beschäftigen“, sagt Günthner.

Wenn die Deputation im Oktober ihren Segen gibt, kann das Geld im folgenden Jahr verbaut werden. Im April 2012 soll das Gebäude fertig sein. Thema: Das Leben der Auswanderer nach der Ankunft im gelobten Land.

Auswandererhaus

Besucher: 1,1 Millionen seit 2005

Kosten Erweiterungsbau: 4,5 Millionen Euro

Fertigstellung: April 2012

Größe Erweiterungsbau: Rund 1000 Quadratmeter

Thema: Ankunft im gelobten Land

Artikel vom 01.09.10 - 12:00 Uhr
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