
Mit dem Zwei-Millionen-Zuschuss kann es losgehen. Viereinhalb Millionen Euro kostet der Bau, zwei Millionen hat der Bund zugesagt, eine halbe Million übernimmt der Betreiber. Der Bundeszuschuss, für den Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) gesorgt hat, brachte dem Projekt Auftrieb, räumt Günthner ein. Aber der Zuschuss setzte auch die Politik unter Druck: Die Bundesmittel sind im Haushalt 2011 eingestellt und müssen in dem Jahr auch genutzt werden.
Die Zeit drängte also. Angesichts der großartigen Entwicklung des Deutschen Auswandererhauses freut es den Senator umso mehr, dass er jetzt die ergänzenden Landesmittel beitragen kann. Am 27. Oktober wird die Vorlage in der Deputation für Wirtschaft und Häfen vorgelegt. Es geht um Mittel der Europäischen Union.
Die Zustimmung der Politik war nicht selbstverständlich. Angesichts knapper Kassen sind die Begehrlichkeiten gegenüber den EU-Mitteln groß. Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) wird vieles gefördert: Das reicht von Windenergie über Veranstaltungen bis zu Projekten der Arbeitsmarktpolitik. Da soll es dem Vernehmen nach sowohl in Bremen als auch in Bremerhaven einige gegeben haben, die andere Vorstellungen von der Mittelverwendung hatten.
Inzwischen sind alle Diskussionen vom Tisch. Das Auswandererhaus hat eine beeindruckende Erfolgsbilanz mit 1,1 Millionen Gästen. „Wer hätte vor fünf Jahren gedacht, dass wir uns heute schon mit der Erweiterung beschäftigen“, sagt Günthner.
Wenn die Deputation im Oktober ihren Segen gibt, kann das Geld im folgenden Jahr verbaut werden. Im April 2012 soll das Gebäude fertig sein. Thema: Das Leben der Auswanderer nach der Ankunft im gelobten Land.

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