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Von Bremerhaven siegen lernen

Lehe. Da flackert Zweifel auf. „Von Bremerhaven lernen, heißt siegen lernen.“ Hat er das wirklich gerade gesagt, der Herr Staatsrat? Hat er. Und erläutert auch warum. „Das resolute Vorgehen der Stadt gegen Leerstand und Schrottimmobilien hat Vorbildcharakter.“ Bei der Grundsteinlegung für den ersten Neubau in Lehe seit 20 Jahren gab es am Mittwoch niemand, der Wolfgang Golasowski da widersprechen wollte.

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Hoffen darauf, dass vom Neubau Signalwirkung ausgeht (von links): Baustadtrat Volker Holm, Gewoba-Vorstandsvorsitzender Peter Stubbe und Staatsrat Wolfgang Golasowski bei der Grundsteinlegung. Foto ls

Ein gutes Beispiel für Nachahmer erhofft sich der Staatsrat beim Bausenator und Vorsitzende des „Runden Tisches Wohnen“ auch von dem Wohnkomplex, den die Gewoba auf dem Grundstück an der Körnerstraße 44/46 errichten lässt. Bis vor kurzem standen dort noch drei verwahrloste Gebäude, mit denen Spekulanten immer noch Gewinne zu machen hofften. Die Stadt machte ihnen einen Strich durch die Rechnung, als sie sich per Ortsgesetz das Vorkaufsrecht sicherte und die gesetzlichen Daumenschrauben weiter anzog. So konnten die nicht mehr zu sanierenden Häuser abgerissen und damit der Grund für den Neubau bereitet werden.

Schon hohe Nachfrage

In dem barrierefreien Mehrfamilienhaus, für das am Mittwoch der Grundstein gelegt wurde, werden 23 Wohnungen von 55 bis 64 Quadratmeter für alleinstehende und ältere Menschen geschaffen. Womit auch Stadtrückkehrer angesprochen werden sollen, die im Ruhestand die Annehmlichkeiten des städtischen Lebens genießen wollen. Die in L-Form gebauten Häuser säumen einen abschließbaren Innenhof mit Grünanlagen und Pkw-Stellplätzen. Die Nachfrage danach sei schon jetzt ungewöhnlich hoch, heißt es.

„Der Neubau soll das Quartier stärken und Zugpferd für weitere Investitionen werden“, hofft der Gewoba-Vorstandsvorsitzende Peter Stubbe, der gemeinsam mit Golasowski und Stadtbaurat Volker Holm eine Kassette mit Bauplänen, der NORDSEE-ZEITUNG und einen Satz Euromünzen im Grundstein versenkte. Nach einer Phase der konzeptionellen Vorbereitung und der politischen Abstimmung werde die Arbeit des „Runden Tisches Wohnen“ nun zunehmend durch realisierte Projekte sichtbar. (rad)

Artikel vom 26.07.12 - 16:00 Uhr
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