
„Die Villa hat ihren Charme behalten“, freut sich Stadtbau-Chef Wolfgang Ehlers. „Wer von der Straße aus guckt, ahnt kaum, dass der Altbau um einen viel größeren Anbau erweitert wurde“, so der Architekt. Die Verknüpfung von altem und neuem Gebäude sei nicht nur optisch gelungen, sondern auch bei der Wärmedämmung. „Die neuesten Richtlinien wurden im Alt- und im Neubau angewendet.“
Über den neuen Treppenaufgang gelangt man in das Bildungszentrum. Im Altbau untergebracht sind zwei geräumige Seminarräume für die Erwachsenenbildung sowie im Obergeschoss zwei Büros und zusätzliche Sanitäranlagen.
Auf der anderen Seite des Atriums führt eine Tür in den Projektraum. Dort ist alles eine Nummer kleiner ausgelegt – nämlich für Kinder zwischen 3 und 8 Jahren. „Mikroskope, Kescher, Bollerwagen, Pinzetten – schon alles da“, freut sich Bruns. „Selbst ein paar Forscherzelte, die wir bei Erkundungstouren an den Baggersee mitnehmen können.“
Nicht nur eine neue Einrichtung, sondern auch einen neuen Namen hat die Villa Dohrmann erhalten: „Die Villa – ein Ort für Begegnung mit der Natur“. Dass der Name dabei Programm sein soll, wird auch beim Blick in die Außenanlage klar. Abgesehen von der Autobahn-Schallschutzwand an der Ostseite des insgesamt rund 10 000 Quadratmeter großen Areals, liegt die Villa nämlich komplett im Grünen. Hinter dem Seminargebäude schließen sich eine Terrasse sowie steinerne Sitzgelegenheiten neben einem Steinbackofen und unter Bäumen an. „Einen Kräutergarten werden wir hier auch noch anlegen“, betont Bruns. „Und dort ist der Teich“, zeigt die Biologin nach Süden. „Da können wir keschern.“
Ein festes Programm soll es nur für drei Monate geben. „Wir wollen möglichst flexibel bleiben. Die Angebote sollen sich entwickeln“, betont Bruns. Dabei seien Impulse von außen nicht nur wichtig, sondern sogar erwünscht. Insbesondere hofft sie auf eine starke Beteiligung aus den Stadtteilen Wulsdorf, Grünhöfe und Surheide als direkte Nachbarn.
Neben speziellen Kursen für Kindergärten und Schulen „wollen wir Umweltbildung zum Anfassen für alle bieten“, unterstreicht Bruns. „Natürlich auch für Erwachsene, unter anderem zum Thema ökologisches Bauen.“ Angestrebt werden aber auch Veranstaltungen, bei denen Kinder mit ihren Eltern das Abenteuer Natur gemeinsam erleben können. „Starten werden wir mit mehreren Angeboten im Ferienprogramm“, so Bruns.
Geplante Angebote? Kurse zu den Themen Garten, Wasser, Wald, Wiese und Natur, gesunde Ernährung und Baubiologie.
Zielgruppe? Kinder, Jugendliche und Erwachsene
