
„Es war schon ein sehr merkwürdiges Gefühl, so viel öffentliche Anerkennung zu bekommen, aber gleichzeitig in so großen Schwierigkeiten zu stecken“, sagt Friederike Görke, die Anfang 2009 zusammen mit Kristina Freudenhammer das Bundesverdienstkreuz für die Gründung von Rückenwind verliehen bekommen hat. Mit dem Patenmodell und dem bereits im vergangenen Jahr gegründeten Förderverein hofft sie auf stabilere Zeiten.
Rückenwind stellt täglich bis zu 80 Kindern aus finanziell schwachen Familien ein warmes Mittagessen sowie Betreuung und Freizeitgestaltung zur Verfügung. Pate kann werden, wer pro Jahr 1200 Euro Geld- oder Sachspenden leistet.
Dieses Kriterium erfüllen schon heute einige Unternehmen. Zu ihnen zählt die Bremen Briteline GmbH. Der Internet-Dienstleister unterstützt Rückenwind seit vier Jahren und macht auch seine 1500 Kunden regelmäßig auf das Projekt aufmerksam. „Wir möchten auch anderen vorschlagen, mitzumachen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Björn Brünjes.
Auch Michael Stürmer vom gleichnamigen Miele-Spezialgeschäft zählt zu den Unterstützern, die der Verein schon einmal für eine Patenschaft vorgemerkt hat. Aufmerksam wurde Stürmer auf das Projekt durch Kunden, die einen Geschirrspüler kauften, um diesen zu spenden. Bei einer Sammelaktion konnte er 20 Geschäftsleute rund um die Langener Landstraße gewinnen, die in ihren Läden Spendendosen aufstellen. Bald sollen zehn weitere hinzukommen. Ein weiteres Unternehmen, das bald wohl das Patenlogo bekommt, ist der Starkebäcker. Maik Starke und seine Mitarbeiter liefern täglich drei Körbe voller Backwaren gratis nach Lehe. (olb)

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