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Seit Jahren auf Erfolgskurs


Mitte. Das Thema Auswanderung hat Bremerhaven viel Zuwanderung eingebracht: Das Deutsche Auswandererhaus (DAH) zog seit der Eröffnung vor fünf Jahren mehr als 1,1 Millionen Besucher an. Angesichts dieses Erfolges dürfen sich auch die Mitglieder des Freundeskreises Deutsches Auswandererhaus auf die Schulter klopfen. Das taten sie: beim Festakt zum 25. Vereinsgeburtstag. Von Christof Santler


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Freundeskreis-Vorsitzender Dr. Dieter Strohmeyer als Enthüller: Der Verein schenkt dem Deutschen Auswandererhaus ein Schiffsmodell. Weil es aber noch nicht fertig ist, gibt es als Übergangslösung ein Bild der „Elena“ . Das Auswanderer-Schiff wurde 1859 auf der Tecklenborg-Werft gebaut. Foto ls

Die Freude über das Erreichte überstrahlte die Feier mit Einlagen des Pianisten Jan-Hendrik Ehlers im New-York-Saal des DAH. „Es ist ein großes Glücksgefühl, dass ich hier heute stehe“, sagte Jürgen Rudloff, Urvater und treibende Kraft der Bewegung. „Ich bin sehr froh, dass sich viele eingeschaltet haben und das Projekt bis zur Realisierung vorangetrieben haben.“

Den Platz am Mikrofon überließ Rudloff aber einem anderen Hauptredner: Oberbürgermeister Jörg Schulz (SPD), vom stellvertretenden Freundeskreis-Vorsitzenden Harald Matys als eifriger Unterstützer eines Auswanderermuseums vorgestellt. Schulz würdigte die Hartnäckigkeit der Vereinsgründer: „Für Jürgen Rudloff kam als Standort nur Bremerhaven infrage, da kein anderer Ort in der Bundesrepublik so mit der Auswanderung verbunden ist.“ Die Idee sei auf viel Begeisterung gestoßen, die Entscheidung aber immer vertagt worden, blickte Schulz zurück. Jedoch: „Durch seine Aktivitäten zeigte der Verein auch, dass Auswanderung ein populäres Thema ist und nicht nur ein Thema für Wissenschaftler.“ Das DAH ziehe viele Auswärtige an, die dann in ihren Wohnorten ein positives Bild Bremerhavens zeichneten. Schmunzelnd ergänzte Schulz mit Blick auf den Besucherzustrom: „Der prozentuale Anteil der Bremerhavener ist ohne weiteres steigerungsfähig.“

Freundeskreis-Vorsitzender Dr. Dieter Strohmeyer lobte die DAH-Mitarbeiter für ihren Einsatz. „Der Freundeskreis möchte an seinem 25. Geburtstag dem kleinen Geburtstagskind an seinem fünften Geburtstag etwas schenken“, sagte er. Er enthüllte ein Bild des 1859 auf der Tecklenborg-Werft gebauten Segelschiffes „Elena“. Das eigentliche Präsent ist aber ein Modell des Auswanderer-Schiffes – es wurde nicht rechtzeitig fertig.

Standort im Foyer

„Der Standort wird im Foyer sein“, kündigte DAH-Direktorin Dr. Simone Eick an. Dort solle das Schiffsmodell nicht nur Eindruck machen, sondern auch zur Mitarbeit im Freundeskreis anregen. Für Strohmeyer und Matys endet zumindest das Engagement an der Spitze des Freundeskreises. Noch in diesem Jahr geben sie den Staffelstab an Michael Arzenheimer weiter.

Förderer und Freunde

30 Berufs- und Hobbyforscher gründeten 1985 den Förderverein Deutsches Auswanderermuseum. Ziel: die Errichtung eines nationalen Museums in Bremerhaven zum Thema Emigration. 2005 konnte das neu gebaute Deutsche Auswandererhaus (DAH) am Neuen Hafen eröffnen, großen Anteil daran hatte der 1998 gegründete Initiativkreis aus Bremerhavener Unternehmen. Der Förderverein steuerte eine Grafiksammlung, eine Spezialbibliothek und ein Archiv mit Auswandererbriefen bei und gab sich einen neuen Namen: Freundeskreis Deutsches Auswandererhaus. Die Ziele der rund 280 Mitglieder: das Thema Emigration durch Veranstaltungen populärer zu machen und das DAH wissenschaftlich und technisch zu unterstützen.

Artikel vom 02.09.10 - 12:00 Uhr
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