
Die Freude über das Erreichte überstrahlte die Feier mit Einlagen des Pianisten Jan-Hendrik Ehlers im New-York-Saal des DAH. „Es ist ein großes Glücksgefühl, dass ich hier heute stehe“, sagte Jürgen Rudloff, Urvater und treibende Kraft der Bewegung. „Ich bin sehr froh, dass sich viele eingeschaltet haben und das Projekt bis zur Realisierung vorangetrieben haben.“
Den Platz am Mikrofon überließ Rudloff aber einem anderen Hauptredner: Oberbürgermeister Jörg Schulz (SPD), vom stellvertretenden Freundeskreis-Vorsitzenden Harald Matys als eifriger Unterstützer eines Auswanderermuseums vorgestellt. Schulz würdigte die Hartnäckigkeit der Vereinsgründer: „Für Jürgen Rudloff kam als Standort nur Bremerhaven infrage, da kein anderer Ort in der Bundesrepublik so mit der Auswanderung verbunden ist.“ Die Idee sei auf viel Begeisterung gestoßen, die Entscheidung aber immer vertagt worden, blickte Schulz zurück. Jedoch: „Durch seine Aktivitäten zeigte der Verein auch, dass Auswanderung ein populäres Thema ist und nicht nur ein Thema für Wissenschaftler.“ Das DAH ziehe viele Auswärtige an, die dann in ihren Wohnorten ein positives Bild Bremerhavens zeichneten. Schmunzelnd ergänzte Schulz mit Blick auf den Besucherzustrom: „Der prozentuale Anteil der Bremerhavener ist ohne weiteres steigerungsfähig.“
Freundeskreis-Vorsitzender Dr. Dieter Strohmeyer lobte die DAH-Mitarbeiter für ihren Einsatz. „Der Freundeskreis möchte an seinem 25. Geburtstag dem kleinen Geburtstagskind an seinem fünften Geburtstag etwas schenken“, sagte er. Er enthüllte ein Bild des 1859 auf der Tecklenborg-Werft gebauten Segelschiffes „Elena“. Das eigentliche Präsent ist aber ein Modell des Auswanderer-Schiffes – es wurde nicht rechtzeitig fertig.

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