
2,3 Millionen Euro würde der Umbau der Kaje nach den Plänen der Freiraumplaner Latz + Partner kosten, die auch die Freiflächen in den Havenwelten gestaltet haben und dafür etliche Preise erhielten. Grantz legt Wert darauf, dass dieses Niveau auch auf dem Willy-Brandt-Platz gehalten wird. „Wir brauchen eine Gestaltung aus einem Guss“, sagt er. Ziel müsse sein, den Platz gleichzeitig mit der Sanierung des Weserstrandbades und den Deichbauarbeiten zwischen Strandhalle und Wasserstandsanzeiger fertigzustellen.
Prägendes Merkmal der Planung ist ein überdimensionaler Schwarm von Nordseefischen, der auf den zentralen Belag der Kaje „tätowiert“ werden soll. In seiner gesamten Ausdehnung wäre der Schwarm nur von einem erhöhten Standpunkt wie der Aussichtsplattform auf dem Sail-City-Hotel erkennbar. Aber auch auf Luftbildern der Internetplattform „Google Earth“. Für deren Nutzer könnte der Fischschwarm auf der Seebäderkaje zu einer Art Markenzeichen für Bremerhaven werden, sagen die Planer.
An der Wasserkante sollen die für den Neuen Hafen entwickelten Masten mit den blauen Topplichtern verwendet werden. Die Zoomauer erhält ein wenig dezentes Licht. Genauso wie die Wasserfontänen, die vor der Strandhalle aus dem Boden sprudeln sollen.
Bei der SPD herrscht Verwunderung über die Vorbehalte, da der Koalitionspartner in jeden Planungsschritt eingebunden gewesen sei. Doch der stört sich nun vor allem an der Art und Weise, wie das Vorhaben finanziert werden soll. Es sei zwar gerade noch so viel Geld im Topf der Havenwelten, wie für den Umbau nötig wäre. Doch der Etat war einmal vom Land mit der Vorgabe aufgestockt worden, überschüssige Mittel zur Tilgung der Kredite zu verwenden.
Nach Informationen der NORDSEE-ZEITUNG hat die Deputation für Wirtschaft zwar schon zugestimmt, das die auf das Land entfallenden Restmittel für den Umbau verwendet werden dürfen. Ob die grüne Finanzsenatorin Karoline Linnert das genauso sieht, ist allerdings unklar. Dass die Bedenken aus ihrem Ressort geschürt werden, lässt einiges vermuten.
Nun wollen sich die Fraktionsvorsitzenden mit dem OB und einem Vertrauten der Finanzsenatorin treffen, um die Kuh vom Eis zu holen. „Wenn wir uns über die Finanzierung einig werden, muss auch noch über Einsparungsmöglichkeiten geredet werden“, findet Kaminiarz. Die sieht er zum Beispiel bei den Wasserfontänen.
Dass die Planung bereits bei einer Bürgerinformation im Timeport vorgestellt wurde und dort auf große Zustimmung stieß, sei ihm bekannt, so der Fraktionsvorsitzende. „Das war vielleicht der erste Schritt einer Bürgerbeteiligung. Mehr aber auch nicht.“
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