
Dort hat sich deutlich mehr Eis gebildet als im Überseehafen. Teilweise ist das Eis im Fischereihafen ziemlich dünn, teilweise sind aber auch zentimeterdicke Schollen entstanden.
Die „Stör“ wurde 1968 bei der Siegholt-Werft in Bremerhaven gebaut, wiegt etwa 120 Tonnen, hat einen verstärkten Bug und einen Diesel mit 800 PS Leistung. Der Einsatz des betagten Schleppers ist erforderlich, damit die Eisschicht sich nicht schließt. Das könnte dann vor allem für kleinere Schiffe zum Problem werden. Außerdem müssen die Torkammern der Doppelschleuse eisfrei bleiben.
Im Überseehafen hat der Schlepper „Hansa“ den Eisdienst übernommen. Er ist dort im Ein-Schicht-Betrieb unterwegs. Der Bremenports-Oldtimer wurde bereits 1961 gebaut.
Die beiden Schiffe haben in den vergangenen Jahren häufiger bei Eis in den Häfen aushelfen müssen. Besonders schlimm war es im Winter 2009/2010, als sie wochenlang im Dauereinsatz waren. Und für die Hafengesellschaft Bremenports war der Einsatz auch nicht gerade billig.
Dort war die Zahl der Arbeitsstunden für den Räumdienst auf den Straßen geradezu explodiert. Und im Hafen mussten wochenlang die Schlepper durchs Eis pflügen, um die Schollen zu brechen. Allein dieser Einsatz verschlang 300 000 Euro.
Weil das Material knapp war, hatten die drei Räumfahrzeuge nur auf der wichtigen Nord-Süd-Achse zwischen den Zolltoren Weddewarden und Rotersand geschoben und gestreut. Auf den Nebenstrecken im Hafen verzichtete man auf den Salz-Einsatz.
Auf dem Wasser gab es sehr viel zu tun. Die Schlepper „Stör“ und „Hansa“, die normalerweise nur bei Baggereinsätzen assistieren, mussten hinter den Schleusen wochenlang durchs Eis fahren. Vor allem kleinere Schiffe hätten sonst weder ein- noch auslaufen können.
Der Fischereihafen war laut Bremenports-Sprecher Rüdiger Staats auch im starken Winter vor zwei Jahren besonders betroffen. Von Ende Januar bis Ende Februar wurde die „Stör“ Tag und Nacht eingesetzt. Die „Hansa“ wurde durch den Überseehafen geschickt.
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