
„Wir starten gemeinsam die Modernisierung der deutschen Forschungsflotte, um die Spitzenstellung unserer Meeresforschung weiter auszubauen“, hatte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan verkündet, als der Nachfolger für die „Sonne“ auf Kurs gebracht wurde. Die auf 110 Millionen Euro bezifferten Baukosten teilen sich das Bundesforschungsministerium (90 Prozent) und die fünf Küstenländer (10 Prozent).
Für den Auftrag mussten sich eine Reederei und eine Werft zusammentun. „Die Angebote werden zurzeit geprüft“, heißt es aus dem Bundesforschungsministerium. Im Herbst soll die Entscheidung fallen.
Die „Sonne“-Reederei RF Forschungsschiffahrt (Bremen) hatte seinerzeit Interesse signalisiert; auch die Lloyd Werft wollte um den dicken Auftrag werben. 2013 soll das neue Forschungsschiff erstmals für eine Expedition ablegen. Heimathafen wird Wilhelmshaven.
Die „Polarstern“ gehört zu den nächsten Kandidaten, die „ausgemustert“ werden. Der Forschungseisbrecher wurde 1982 in Dienst gestellt und ist rund 320 Tage im Jahr auf See. Zurzeit für eine Antarktis-Expedition unterwegs, wird er am 17. Mai vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven zurück erwartet. „Wir haben die ‚Polarstern‘ bis 2015 fit gemacht“, sagt Dr. Uwe Nixdorf, Logistikchef am AWI. Ab 2016 müsste ein Nachfolger her. „Wir haben gerade eine Designstudie in Auftrag gegeben“, berichtet Nixdorf.
Die Ergebnisse gehen auch an den Wissenschaftsrat, der sich im November zur Erneuerung der deutschen Forschungsflotte äußern will. Neben der „Sonne“ und der „Polarstern“ werden auch die „Poseidon“ und die „Meteor“ in den nächsten Jahren außer Dienst gestellt.

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