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Schiffe brauchen Nachfolger


Bremerhaven. Die deutsche Forschungsflotte könnte Arbeit in die Seestadt bringen. Die Ausschreibung für ein Nachfolgeschiff für die „Sonne“ ist gelaufen; die Angebote werden gesichtet. Auch die „Polarstern“ ist in die Jahre gekommen und muss in absehbarer Zeit ersetzt werden. Von Ursel Kikker


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Seit Oktober 2008 war das Forschungsschiff „Polarstern“ des Alfred-Wegener-Instituts für Polarforschung auf Expedition unterwegs in der Antarktis. Alle Experimente verliefen erfolgreich – nun wird das Schiff in der Lloyd Werft generalüberholt, ehe es am 20. Juni wieder aufbricht. Foto : eer

„Wir starten gemeinsam die Modernisierung der deutschen Forschungsflotte, um die Spitzenstellung unserer Meeresforschung weiter auszubauen“, hatte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan verkündet, als der Nachfolger für die „Sonne“ auf Kurs gebracht wurde. Die auf 110 Millionen Euro bezifferten Baukosten teilen sich das Bundesforschungsministerium (90 Prozent) und die fünf Küstenländer (10 Prozent).

Für den Auftrag mussten sich eine Reederei und eine Werft zusammentun. „Die Angebote werden zurzeit geprüft“, heißt es aus dem Bundesforschungsministerium. Im Herbst soll die Entscheidung fallen.

Die „Sonne“-Reederei RF Forschungsschiffahrt (Bremen) hatte seinerzeit Interesse signalisiert; auch die Lloyd Werft wollte um den dicken Auftrag werben. 2013 soll das neue Forschungsschiff erstmals für eine Expedition ablegen. Heimathafen wird Wilhelmshaven.

Die „Polarstern“ gehört zu den nächsten Kandidaten, die „ausgemustert“ werden. Der Forschungseisbrecher wurde 1982 in Dienst gestellt und ist rund 320 Tage im Jahr auf See. Zurzeit für eine Antarktis-Expedition unterwegs, wird er am 17. Mai vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven zurück erwartet. „Wir haben die ‚Polarstern‘ bis 2015 fit gemacht“, sagt Dr. Uwe Nixdorf, Logistikchef am AWI. Ab 2016 müsste ein Nachfolger her. „Wir haben gerade eine Designstudie in Auftrag gegeben“, berichtet Nixdorf.

Die Ergebnisse gehen auch an den Wissenschaftsrat, der sich im November zur Erneuerung der deutschen Forschungsflotte äußern will. Neben der „Sonne“ und der „Polarstern“ werden auch die „Poseidon“ und die „Meteor“ in den nächsten Jahren außer Dienst gestellt.


Artikel vom 09.03.10 - 14:00 Uhr
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