
Bei der Namensgebung sollen nach dem Willen der Sozialdemokraten die Bürger mit ins Boot geholt werden. „Die Bevölkerung soll da mitreden“, fordert Allers. Wie genau die Bürgerbeteiligung aussehen soll, darüber würde zu gegebener Zeit beraten werden.
Vorher will sich die SPD aber noch genau mit den Grünen abstimmen. „Ich sehe keine dringende Notwendigkeit, stehe der Sache aber offen gegenüber“, meint Grünen-Fraktionschef Claudius Kaminiarz, der anmerkt, dass das eine gute Gelegenheit sei, auch mal Frauen aus der Stadtgeschichte zu würdigen. Darauf drängt vor allem die stellvertretende SPD-Vorsitzende Sybille Böschen: „Mir schweben da schon ein paar Frauennamen vor“, so Böschen. Noch sei es aber zu früh, diese öffentlich zu diskutieren.
Aber wie kommt es eigentlich, dass Bremerhavens Brücken keine offiziellen Namen tragen? In anderen Städten ist das üblich. Nach dem Bremischen Landesstraßengesetz sind Benennungsverfahren allein für Straßen, Plätze und Wege notwendig, nicht aber für Brücken. Und so kam es, dass die Bürger den Brücken im Laufe der Jahre einfach selbst Namen gaben. „Weil zum Beispiel die eine Geestebrücke vor der anderen da war, gibt es jetzt eben die Alte und Neue Geestebrücke“, sagt Uwe Jürgensen vom Stadtarchiv.
