Bei der Jahreshauptversammlung des BUND Unterweser wurde einstimmig eine Resolution an Senat und den Magistrat verabschiedet. Darin sprechen sich die Umweltsschützer für die Windenergienutzung auf hoher See aus. Aber die Naturflächen auf der Luneplate sollten dafür nicht geopfert werden. Die BUND-Mitglieder verweisen auf die vielen Vögel, die die Luneplate nutzen. Sie sei Rastplatz für Nonnengänse und Pfeifenten. Hinzu kämen streng geschützte Arten wie Rohrdommel oder Schilfrohrsänger. Der Appell der Naturschützer lautet deshalb: kein Hafenbau auf den Naturflächen. Das richtet sich besonders gegen die Hafenbaupläne an der Weser im Süden der Luneplate (Erdmannssiel). Aber auch die Nordvariante vorm Geestevorhafen ist für den BUND keine Lösung. Der Umschlag der Windkraftanlagen sollte dauerhaft auf dem südlichen Containerterminal (CT1) stattfinden. Der Senat fordert hingegen einen neuen Hafen. Der CT1 eigne sich nur als Übergangslösung.
Auch nach Ansicht der Linken sollten sich die Anlagenhersteller mit den Logistiker Gedanken machen, wie man ohne einen neuen Offshore-Hafen auskommen kann. Der hafenpolitische Sprecher der Linken, Walter Müller, fordert, den Umschlag der Anlagen dauerhaft über den CT 1 zu organisieren. (mue)
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