Das sind die wesentlichen Ergebnisse der 10. Unterweserkonferenz (UWK), die gestern Nachmittag rund 90 Minuten im Eurogate-Gebäude in Bremerhaven getagt hat. Der Unterweserkonferenz gehören Akteure aus den Städten und Gemeinden der Region an.
Diese will künftig vor allem bei der Ansiedlung von Betrieben für die Offshore-Windenergie häufiger gemeinsam auftreten. Das gelte auch für die Ansiedlungspolitik, sagte Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz im Anschluss an die Sitzung. Die Kommunen haben sich deshalb eine gemeinsame Marke gegeben. Sie heißt „Stark am Strom“, die Offshore-Wind-Region.
Ein erstes Ergebnis ist eine Broschüre, in der alle wesentlichen Unternehmen aufgeführt sind, die von Cuxhaven bis zur Stadt Bremen entlang der Weser mit der Offshore-Windenergie zu tun haben.
Die Beteiligten setzen – trotz der derzeitigen Krisenstimmung in der Offshore-Energie – auf die Potenziale dieser Pionier-Industrie. Aber die Politiker und die Verwaltungsfachleute sehen die Probleme mit der Netzanbindung der Windparks auf hoher See eher mit Sorge. Sie hoffen dabei auch auf David McAllister, den Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, und Jens Böhrnsen, den Regierungschef des Landes Bremen. Diese sollen sich bei der Bundesregierung dafür einsetzen, dass die Energiewende schneller vorangetrieben und vor allem das Problem mit den Kabeln gelöst wird. Gleichzeitig keimt entlang der Küste auch immer wieder der Wunsch auf, den Bau von Häfen als nationale Aufgabe zu sehen. Das würde den Städten und Kreisen bei der Finanzierung entgegenkommen.
Cuxhavens Landrat Kai-Uwe Bielefeld machte auf ein Problem aufmerksam, das vor allem die Städte Cuxhaven und Bremerhaven betrifft. Es werde eng mit den Flächen, so Bielefeld.
Auch im Tourismus wollen Städte und Kreise enger zusammenarbeiten und die Region gemeinsam besser vermarkten. Michael Höbrink, Landrat des Landkreises Wesermarsch, hofft beispielsweise auf ein gemeinsames Buchungssystem in der Region. Höbrink brachte auch eine gemeinsame Marke für die Tourismus-Werbung ins Spiel. Er könne sich durchaus für den Begriff „Südliche Nordsee“ erwärmen, sagte er.
Damit wird er nicht bei allen Kollegen auf Verständnis treffen. Der Landkreis Cuxhaven wolle seine Marke „Cuxland“ auf keinen Fall aufgeben, sagte Landrat Bielefeld. (mk)

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