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Nachrichten laufen nun im Linienbus

Bremerhaven. Regierungserklärung in Berlin, Feuer im Fischereihafen oder die ersehnte olympische Goldmedaille – wer mit dem Bus unterwegs ist, erfährt die Neuigkeiten als einer der ersten. Bremerhaven-Bus und die NORDSEE-ZEITUNG versorgen die Linienbusse nun mit den Schlagzeilen des Tages.

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Wer Bus fährt, kennt schon die Schlagzeilen von morgen. 49 Linienbusse versorgt die Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG mit Nachrichten. Sie laufen auf den großen Bildschirmen in den Wagen. Fotos ls

Bremerhaven hat als einzige deutsche Stadt an einem EU-Forschungsprojekt teilgenommen, den „Bus der Zukunft“ zu gestalten. „Der Newsticker ist daraus hervorgegangen“, sagt Bremerhaven-Bus-Chef Robert Haase. Denn mit Hilfe der Europäischen Union konnten die technischen Grundlagen dafür geschaffen werden, die 49 mit großen Bildschirmen ausgestatteten Linienbusse in Echtzeit mit Nachrichten zu versorgen.

„Es gab 1000 kleine technische Hürden“, sagt Fritz Walter, Bereichsleiter bei der Verkehrsgesellschaft für Datenverarbeitung. Nun fragt der BVV-Server den Nachrichten-Server der NORDSEE-ZEITUNG nach Neuigkeiten ab und sendet die Nachrichten per SMS an die Fahrscheindrucker in den Bussen – und die wiederum versorgen die Bildschirme im Wagen.

Per Laptop, I-Pad oder PC – die Redakteure der NORDSEE-ZEITUNG können praktisch von jedem Ort der Welt ihre Schlagzeilen in die Busse schicken und so jeden Tag rund 35 000 Fahrgäste mit Neuigkeiten versorgen. Mehrmals täglich werden die Schlagzeilen aktualisiert. Nur 60 Sekunden dauert es, bis sie im Wagen zu sehen sind. „Über den BVV-Newsticker erreichen wir Tausende unserer Leser mit aktuellen Meldungen im Bus und können sie auf Hintergrundgeschichten hinweisen, die am nächsten Tag in der NORDSEE-ZEITUNG stehen“, sagt Chefredakteur Jost Lübben.

Die Bildschirme in den Bussen melden aber nicht nur Neuigkeiten, sondern auch den Streckenverlauf der Linien und die nächsten Haltestellen, und sie werben für Veranstaltungen in der Stadt.

Bundesweit gibt es nur wenige Verkehrsgesellschaften, die ihren Passagieren diesen Service bieten. Nur in Ulm und in Osnabrück gelangen Neuigkeiten auf gleichem Wege in die Busse. „Und wir träumen schon davon, auch die Haltestellen mit solchen Monitoren auszustatten“, sagt Haase. Vorerst aber sollen alle 70 Busse Bildschirme erhalten. In diesem Jahr werden noch drei neue Gelenkbusse ausgeliefert. (bro)

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Die Redakteure geben die Schlagzeilen am Computer ein. 60 Sekunden später laufen sie im Bus.
Artikel vom 31.07.12 - 07:00 Uhr
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