
Mittwoch, 12 Uhr: Dort, wo vor dem Umbau noch der alte Marktplatz war, drängen jetzt beim Wochenmarkt Autos aus der neuen Supermarkt-Einfahrt auf die schmale Hans-Böckler-Straße. Doch das Einfädeln gerät zur Nervenprobe: An der Ampel am Wochenmarkt stauen sich in beide Fahrtrichtungen jede Menge Autos, ein Bus, aus der Einfahrt manövrierende Autos blockieren den Fuß- und Radweg, setzen darum wieder ein Stück zurück – gefährlich dicht auf die Nachrückenden zu.
Die gleiche Situation hinter dem Polizeirevier an der Ecke Louise-Schroeder-Straße: Das Abbiegen nach rechts und links auf die Hauptstraße zwischen den gestauten Fahrzeugen hindurch wird in Stoßzeiten zur heiklen Angelegenheit. Anfang Februar verunglücktem vor dem Revier zwei Wagen bei solch unübersichtlichem Manöver.
„Das Konzept des Umbaus ist ja erfreulich aufgegangen“, sagt Stadtteilsprecher Dieter Schmidt, „man wollte den Verkehrsfluss mit der neuen Einfahrt zum Einkaufszentrum attraktiver machen“, aber das sei nicht zu Ende gedacht worden.
„Die Verkehrsregelung muss geprüft und verändert werden“, fordert Peter Skusa vom CDU-Stadtbezirksverband Leherheide. Die Stadtteilkonferenz habe schon in der Planungsphase des Umbaus auf die Risiken des erhöhten Verkehraufkommens hingewiesen, betont deren einstige Sprecher Rolf Wilhelm.
Nun könnten, meinen die Leherheider, drei Änderungen das Problem unaufwendig, aber vernünftig lösen: „Aus der neuen Supermarkt-Einfahrt sollte man nur noch nach rechts raus können“, plädiert Manfred Rommel. Dazu müsste die durchbrochene weiße Mittellinie der Hauptstraße wieder durchgezogen werden. Das wiederum motiviere Kunden dazu, vor allem über die Louise-Schröder-Straße zu den Supermarkt-Parkplätzen zu fahren.
Keinen Grund für Veränderungen sieht Revierleiter Dieter Janak: „Hier ist oft viel los, aber es ist kein Unfall-Schwerpunkt. Man muss eben aufpassen.“
Auch im Baudezernat wird kein Handlungsbedarf gesehen: Eine weitere Ampel würde „den Verkehrsfluss auf der Hans-Böckler-Straße erheblich behindern“, lässt Baustadtrat Volker Holm (CDU) wissen und verweist auf die Kosten: Eine Lichtsignalanlage an dieser Stelle koste um die 40 000 Euro, „ohne Furten“. „Wir bringen das Thema im März in die Stadtteilkonferenz“, betont Sprecher Dieter Schmidt.
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