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„MTA-Schule muss in der Stadt bleiben“

Bremerhaven. „Darum müssen wir kämpfen.“ Ohne massiven Widerstand – das beschloss der Gesundheitsausschuss auf seiner ersten Sitzung im neuen Jahr einmütig – sei eine Schließung der MTA-Schule Reinkenheide nicht zu machen. Statt komplett nach Bremen umzusiedeln, wie es der Schulträger, die Gesundheit-Nord-Holding, plane, müsse zumindest der Radiologie-Ausbildungsgang am Wirtschaftsstandort Bremerhaven bleiben.

Ohne Umbauten und neue pädagogische Struktur sei das nicht zu machen, betonte Gesundheitsdezernentin Brigitte Lückert (SPD). Ein externes Gutachten der Universität Osnabrück im Auftrag der Holding hatte Mängel in Aufbau und Organisation der Schule aufgezeigt. Darum hat das Klinikum Reinkenheide nun ein neues Konzept für die dreijährige Ausbildung zur medizinisch-technischen Radiologie-Assistentin an der MTA-Schule in Bremerhaven vorgelegt.

Qualitätsmanagement

Unter anderem notwendig seien dazu außer der Einführung eines Qualitätsmanagements ein neuer Lehrplan, moderne PC-Arbeitsplätze, hauptberuflicher Lehrkörper mit pädagogischer Hochschul-Qualifizierung, eine enge Kooperation mit der Hochschule Bremerhaven. Welche Kosten vom Land Bremen übernommen werden könnten, müsse jetzt geklärt werden.

Gerade für die jungen Frauen in der Region, betonte die gesundheitspolitische Grünen-Sprecherin Doris Hoch, „ist die MTA-Ausbildung in Bremerhaven unverzichtbar“. Der „volkswirtschaftliche Aspekt der Schule“, bekräftigte CDU-Sprecher Dr. Denis Ugurcu, sei für die Stadt von großer Bedeutung. Einstimmig beschloss der Ausschuss, das Konzept der senatorischen Behörde weiterzuleiten.

Keine Einmütigkeit hingegen herrschte zum Thema Straßenstrich Van-Heukelum-Straße: Mit fünf Enthaltungen aus SPD-Reihen ist ein neuer Runder Tisch dennoch beschlossene Sache, „schnellstmöglich“, betonte die Dezernentin.

Ausschuss-übergreifend, inklusive Präventionsrat, Polizei, Parteien und Anwohnern soll eine für die Bürger wie für die Frauen vertretbare Lösung erarbeitet werden. „Es sollte offen diskutiert werden“, so CDU-Sprecher Thorsten Raschen, „die Van-Heukelum-Straße für Prostitution zu sperren“. Die Situation der Frauen, betonte Doris Hoch, „darf man nicht aus den Augen verlieren“, laut Polizei sei die Situation dort zumindest „übersichtlich“. Kontrollierbar müsse sie bleiben, um keine Zwangsprostitution zu fördern. Mit einer neuen „Ideensammlung“ auf „einen fahrenden Zug aufzuspringen“, so SPD-Sprecherin Marika Büsing, „bewegt noch nichts. Es wäre sinnvoller, zunächst die Erfahrungen der seit Jahren damit befassten Experten einzuholen.“ (sus)

Artikel vom 03.02.12 - 12:00 Uhr
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