
„Die Grenze ist erreicht“, sagt Amelie Bensch, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Fast 170 Katzen hausen aktuell im Tierheim. Das ist der höchste Stand seit Jahren. Problematisch: Für die Katzen stehen nur zwei knapp 30 Quadratmeter kleine Räume plus ein geräumigeres Außengehege bereit – zu wenig Platz für zu viele Tiere. Eng ist es vor allem, weil sich die Katzen im Winter fast ausschließlich im Gebäudeinneren aufhalten.
So machen die Katzen den Tierpflegern zunehmend zu schaffen. In den vergangenen Jahren mussten sich die Mitarbeiter in der Regel um etwa 40 Katzen weniger kümmern. Dass die Zahl nun in die Höhe geschossen ist, führen die Tierschützer auf die Wintermonate zurück. „Die Tiere sind auf Futtersuche und landen dann bei Menschen, die sie zu uns bringen.“ Oder sie eben im schlimmsten Fall ohne Rücksicht aussetzen.
Um den Bestand nun schnell zu reduzieren, hat der Tierschutzverein beschlossen, Katzen künftig für eine Gebühr von 50 Euro abzugeben. Im Preis inklusive sind Impfung, Kastration sowie der Kennzeichnungs-Chip für das Tier. Bisher betrug die Gebühr dafür 80 Euro. „Wir haben verstärkt feststellen müssen, dass Vermittlungen am Geld gescheitert sind“, meint Amelie Bensch. Etwa die Hälfte der Katzen sollen nun ein neues Zuhause finden. Das ist jedenfalls die Wunschvorstellung des Vereins.
Etwas weiter sind die Tierschützer schon bei den Hunden. „Da haben wir zuletzt 16 Tiere vermitteln können“, sagt die Vereinsvorsitzende. Damit würden im Tierheim aktuell noch 51 Hunde leben.
Die eigentlichen Probleme der Tierschützer löst das allerdings auch nicht. Nach wie vor ist der Verein auf der Suche nach einem neuen Grundstück für das Tierheim. Einige Immobilien und Grundstücke hat der Vorstand bereits unter die Lupe genommen. Ein Volltreffer war bisher allerdings noch nicht dabei. „Wir haben aber zwei Grundstücke in der engeren Auswahl“, meint die Vorsitzende. Nun werde zeitnah geprüft, ob ein Umzug dorthin realistisch ist, vor allem finanziell. „Zuletzt wurden bei einigen Objekten Preise aufgerufen, die für uns nicht zu stemmen sind.“
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