
Von 100 Touristen waren 29 zum ersten Mal in der Stadt, das sind vier mehr als noch im Vorjahr. „Das zeigt, wie sich das Image unserer Stadt zum Positiven verbessert hat. Wir können hochzufrieden sein“, sagt Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD). Gleichzeitig müssten weitere Anstrengungen unternommen werden, um noch mehr Gäste in die Stadt zu holen und die Havenwelten zu vermarkten.
Das Klimahaus war auch 2011 ein Hauptmotiv für Touristen, nach Bremerhaven zu kommen. Laut Analyse kommen zwar weniger Gäste aus der angrenzenden Region in die Stadt, dafür aber um so mehr Urlauber, die als Tagesgäste Bremerhaven erleben – wie am Donnerstag etwa Anne Fernandez mit ihrem Sohn Thomas und den Enkeln Elisa (6) und Marvin (9). „Uns hat eine Hafenrundfahrt nach Bremerhaven geführt“, sagt Thomas Fernandez. Er kommt aus Mainz.
Eine Woche Sommerurlaub verbringen die drei Generationen im Dorumer Cuxland-Ferienpark. „Bremerhaven kannten wir gar nicht. Es lag ein Reiseprospekt im Ferienhaus“, sagt Anneliese Fernandez. Bis jetzt seien alle Erwartungen erfüllt worden. Die Erwachsenen freuen sich aufs maritime Stadtflair, die Kinder auf den Zoo. „Eine kleine Städtereise im Urlaub“, sagt Thomas Fernandez, und je nach Wetter und Entdeckungslust sei ein zweiter Ausflug nach Bremerhaven nicht ausgeschlossen.
Ein Indiz für das steigende Interesse an Bremerhaven und die Qualität des Tourismuskonzeptes sei die Zufriedenheit der Gäste, sagt Jochem Schöttler von der BIS. Laut Analyse beurteilen 98 von 100 Besucher ihren Aufenthalt als „sehr gut“ oder „gut“. Von den rund 104 Millionen Euro an Einnahmen kamen 68,4 Millionen von Übernachtungsgästen. Die Tagesgäste ließen rund 35,5 Millionen Euro in der Stadt – im Durchschnitt also rund 29,58 Euro pro Person. Das sind rund fünf Euro weniger als im Bundesdurchschnitt.
Mit 1,6 Millionen Besuchern habe Bremerhaven ein Ergebnis erreicht, das sich steigern lasse, meint Schöttler. Dafür müsse aber mit dem Land das Tourismusmarketing ausgebaut und in den Bereich investiert werden.
