Die Hafengebühren werden immer wieder im Landeshafenausschuss der Bürgerschaft thematisiert. Zuletzt war das im Februar der Fall, als bekannt wurde, dass der Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven mit erheblichen Rabatten die Reedereien ködern will. Das Ressort bemühte sich um eine aussagefähige Auflistung. Gleichwohl traten auch die Grenzen zu Tage: Denn es gibt unterschiedliche Berechnungsgrundlagen und etliche Rabatte. Bei dem Geschäft lassen sich die Häfen nur ungern in die Bücher schauen.
Frank Schildt, hafenpolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, kann nicht nachvollziehen, warum sich Wallenius-Wilhelmsen über die Gebühren beklagt. Er verweist auf die Gebührenauflistung, die das Hafenressort angesichts der Rabatt-Debatte im Februar erstellt hatte. Demnach seien die Gebühren für Autotransporter weitaus günstiger als in den Konkurrenzhäfen. Ein Schiff mit einer Bruttoraumzahl von 33 831 zahle in Bremerhaven 1149,20 Euro, in Hamburg 3396,63 Euro, in Antwerpen 5534,74 Euro und in Rotterdam 10 609,40 Euro. Schildt geht davon aus, dass die Politik angesichts der Forderungen von Wallenius-Wilhelmsen bereits in der Septembersitzung wieder über die Gebühren sprechen wird. (mue)

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