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Ist der Hafen zu teuer für die Reedereien?

Bremerhaven. Weil ihr die Hafengebühren zu hoch sind, fordert die Reederei Wallenius-Wilhelmsen einen eigenen Terminal zur Abfertigung ihrer Autotransporter. Andernfalls droht die Reederei mit alternativen Standorten. Die CDU fordert jetzt eine Überprüfung der Hafengebühren. Sie will genau aufgelistet haben, was die Skandinavier in Bremerhaven bezahlen und was sie in Zeebrügge bezahlen müssten.

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Paul Bödeker verlangt einen Gebührenvergleich der Häfen.

Die Hafengebühren werden immer wieder im Landeshafenausschuss der Bürgerschaft thematisiert. Zuletzt war das im Februar der Fall, als bekannt wurde, dass der Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven mit erheblichen Rabatten die Reedereien ködern will. Das Ressort bemühte sich um eine aussagefähige Auflistung. Gleichwohl traten auch die Grenzen zu Tage: Denn es gibt unterschiedliche Berechnungsgrundlagen und etliche Rabatte. Bei dem Geschäft lassen sich die Häfen nur ungern in die Bücher schauen.

Verlässliche Daten

Paul Bödeker, hafenpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, erwartet dennoch eine verlässliche Bewertung: „Was kostet das Anlegen, was das Be- und Entladen? Wir brauchen vergleichbare Zahlen.“ Im Wettbewerb sei es keiner Reederei zuzumuten, mit zu hohen Gebühren belastet zu werden. Die CDU hatte in den vergangenen Jahren häufiger die Absenkung der Gebühren gefordert. Das Hafenressort hatte hingegen immer darauf verwiesen, dass man wettbewerbsfähige Preise habe.

Frank Schildt, hafenpolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, kann nicht nachvollziehen, warum sich Wallenius-Wilhelmsen über die Gebühren beklagt. Er verweist auf die Gebührenauflistung, die das Hafenressort angesichts der Rabatt-Debatte im Februar erstellt hatte. Demnach seien die Gebühren für Autotransporter weitaus günstiger als in den Konkurrenzhäfen. Ein Schiff mit einer Bruttoraumzahl von 33 831 zahle in Bremerhaven 1149,20 Euro, in Hamburg 3396,63 Euro, in Antwerpen 5534,74 Euro und in Rotterdam 10 609,40 Euro. Schildt geht davon aus, dass die Politik angesichts der Forderungen von Wallenius-Wilhelmsen bereits in der Septembersitzung wieder über die Gebühren sprechen wird. (mue)

Artikel vom 25.07.12 - 07:00 Uhr
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