
Die Initiative der Grünen war am Mittwoch auch am Rande von Landeshafenausschuss und Wirtschaftsdeputation ein Thema. Paul Bödeker, hafenpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, fordert die Grünen dringend auf, vor einer Aufhebung des Verbots nochmals Stellungnahmen von Hafenkapitän und anderen Behörden einzuholen. So gut eine Bademöglichkeit für die Entwicklung des Weserstrandbads auch sein könnte, „es muss ausgeschlossen werden, dass Menschen gefährdet werden“, sagt Bödeker.
Die Faktenlage, mit der das Badeverbot immer wieder untermauert wurde, hat sich nach Ansicht des Hafenkapitäns nicht geändert. Er verweist auf Strömungsgutachten, die angefertigt wurden. Und die weisen dort eine Fließgeschwindigkeit aus, bei der sich allenfalls die besten Leistungsschwimmer auf der Stelle halten können. Mai denkt in diesem Zusammenhang auch an die Gefährdung der Menschen, die als Retter im Notfall eingreifen müssen. „Vor diesem Hintergrund finde ich es doch sehr problematisch, wenn das Baden erlaubt wird“, sagt Mai.
Der Appell der Grünen an die Eigenverantwortung der Bürger ist für den Hafenkapitän nicht stichhaltig. Viele ältere Menschen und Kinder nutzen das Weserstrandbad, und nicht alle könnten die Gefahren umfassend einschätzen. Mai erinnert auch daran, dass sich die Fließgeschwindigkeit der Weser in den vergangenen Jahren erhöht hat. Und immer mehr Schiffe seien wegen ihrer Größe auf die Tidefenster angewiesen. Weil der Zeitraum begrenzt ist, müssten die Schiffe ein Tempo vorlegen, das seinerseits den Wellenschlag erhöht.
Hafensenator Martin Günthner (SPD) betonte, dass der Magistrat für die Preise zuständig sei. Es gebe die Vorschläge der SPD, aber die „müssen sich den Gegebenheiten stellen“. Für Günthner gehört der Zoo am Meer zur Geschichte Bremerhavens, „und zu dieser Geschichte gehört auch ein Aquarium“. (mue)
