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Geistig Behinderte starten bei Staffel

Speckenbüttel (maf). Die Zeit ist nicht wichtig. Auch nicht die abgerissenen Kilometer. Dabeisein ist alles. Rosemarie Brikmanis-Brückner hat ihre Lauftruppe auf Trab gebracht. Die Besonderheit: Sie trainiert mit geistig Behinderten aus den Albert-Schweitzer-Wohnstätten. Seit Mai bereiten sie sich für die Zehn-Kilometer-Staffel beim City-Marathon vor.

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17 Teilnehmer teilen sich die zehn Kilometer, mit 22 Interessierten hat sie vor Wochen begonnen. Das Lauftraining hat für die Teilnehmer seitdem Vorrang. Zwei Mal in der Woche läuft die Gruppe durch den Speckenbütteler Park. Ihr Lachen ist von weitem zu hören, denn der Spaß darf nicht zu kurz kommen.

„Jeder läuft so viel wie er schafft, aber mindestens einen Kilometer“, hat Rosemarie Brikmanis-Brückner als Marschroute vorgegeben. Sie ist Heilerzieherin – und ein Glücksfall. „Dass wir sie für dieses Training gewinnen konnten, ist toll“, freut sich ASW-Geschäftsführer Andreas Wegener. Denn die Trainerin hat auch einen passenden Übungsleiterschein.

„Wir haben vorher jeden gefragt, ob er an der Staffel teilnehmen möchte“, sagt Wegener. Dass sich dann doch so viele zusammengefunden haben, darüber war die Freude groß. Groß war auch die Logistik, die folgte, um alle Teilnehmer zum Training in den Park zu bringen und danach wieder nach Hause.

Regen war genauso wenig eine Entschuldigung wie Hitze. „Einer hat sogar seine Verabredung mit der Freundin abgesagt, damit er trainieren kann“, sagt Rosemarie Brikmanis-Brückner. Sie freut sich über die Disziplin innerhalb ihrer Laufgruppe. Dazu zählen auch Regeln wie das Rauchverbot während des Trainings und Duschen nach dem Training. „Doch allein hätte ich es nicht geschafft, beim Training haben viele mitgeholfen.“

Am Sonnabend geht es auf die Piste. Dass die Teilnehmer den Anzugträger und Geschäftsführer Wegener dann zum ersten Mal in kurzen Hosen sehen werden, sorgt bereits beim Training für Heiterkeit.

Die Läufer rennen zu zweit, jedes Tandem wird von einem Betreuer begleitet. Ist das Laufpensum vollbracht, stehen die nächsten für die Staffelübergabe parat. Ein Bus sammelt die Teilnehmer wieder ein, damit alle zusammen ins Ziel laufen. Ganz nach ihrem Motto: „Gemeinsam schaffen wir das.“

Artikel vom 10.07.09 - 12:00 Uhr
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